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Apple: CIA-Hack griff nur beim iPhone 3G

Nach Wikileaks-Enthüllung Apple: CIA-Hack griff nur beim iPhone 3G

Apple erklärt die Wikileaks-Veröffentlichung zu CIA-Hacks bei iPhone und Mac für einen alten Hut. So sei nur das iPhone 3G von 2008 betroffen gewesen. Zugleich watscht der Konzern die Enthüllungsplattform ab: Man dulde keinen Diebstahl.

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Der inzwischen verstorbene Apple-Chef Steve Jobs präsentiert im Juni 2008 das iPhone 3G.

Quelle: John G. Mabanglo

Cupertino. Die von Wikileaks enthüllten mutmaßlichen CIA-Werkzeuge zum Hacken von Apple-Geräten sind nach Angaben des Konzerns seit Jahren veraltet.

„Unserer vorläufigen Analyse zufolge betraf die angebliche iPhone-Schwachstelle nur das iPhone 3G und wurde bei Erscheinen des iPhone 3GS im Jahr 2009 geschlossen“, erklärte Apple am Freitag. Und die von Wikileaks publizierten Sicherheitslücken bei Mac-Computern seien in allen Geräten ab dem Jahr 2013 gestopft.

Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente beschreiben, wie bei physischem Zugang auf den Geräten für den Nutzer nicht erkennbare Überwachungs-Software installiert werden kann, unter anderem mit Hilfe präparierter Adapter.

Die Methoden waren grundsätzlich schon seit den Enthüllungen von Edward Snowden über die Überwachung durch den US-Abhördienst NSA bekannt. Laut Wikileaks war die iPhone-Software der CIA für fabrikneue Telefone konzipiert, um sie zu infizieren, noch bevor sie die Kunden erreichen.

Apple verstärkte in den vergangenen Jahren den Fokus auf Verschlüsselung. Der Konzern lieferte sich einen Streit vor Gericht mit der US-Bundespolizei FBI, weil er keine Software zum Knacken der Verschlüsselung beim iPhone eines toten Attentäters schreiben wollte. Die Ermittler kamen in das Gerät schließlich dank der Hilfe eines externen Dienstleisters mit einer immer noch nicht öffentlich bekannten Methode rein.

Apple stellte am Freitag auch erstmals die Position gegenüber Wikileaks klar. Der Gründer der Enthüllungsplattform, Julian Assange, hatte angeboten, betroffenen Unternehmen detaillierte technische Informationen aus den CIA-Dokumenten zur Verfügung zu stellen, damit sie Schwachstellen in ihren Programmen und Diensten stopfen können. Laut Medienberichten stellte Wikileaks aber zugleich einige Bedingungen, unter anderem zum Zeitplan.

„Wir haben mit Wikileaks nicht über Informationen verhandelt“, erklärte Apple. Die Enthüllungsplattform sei angewiesen worden, den offiziellen Kanal für sicherheitsrelevante Hinweise zu den üblichen Konditionen zu nutzen. „Bisher haben wir von ihnen keine Informationen erhalten, die nicht öffentlich zugänglich wären.“

Apple verteidige zwar die Sicherheit seiner Kunden, „aber wir dulden keinen Diebstahl und kooperieren nicht mit denjenigen, die drohen, unseren Nutzern zu schaden“. Auch bei anderen Tech-Unternehmen war Wikileaks mit dem Hilfs-Angebot auf Zurückhaltung gestoßen. Experten wiesen bereits darauf hin, dass es für US-Unternehmen rechtlich problematisch sein könnte, mit entwendetem CIA-Material zu hantieren.

dpa

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