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Deutsche Digital-Wirtschaft weiterhin nur Mittelmaß

International im Mittelfeld Deutsche Digital-Wirtschaft weiterhin nur Mittelmaß

Die Wirtschaft in Deutschland hat sich beim Thema Digitalisierung eine Menge vorgenommen. Im internationalen Vergleich bewegt sich aber nicht viel. Eine Studie verzeichnet für die deutschen Unternehmen erneut nur einen Platz im Mittelfeld.

Berlin. Die digitale Wirtschaft in Deutschland kommt in einem groß angelegten Zehn-Länder-Vergleich der führenden Nationen nicht von der Stelle. Wie vor einem Jahr landete Deutschland in aktuellen „Wirtschaftsindex Digital“ nur auf dem sechsten Platz.

Die am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Studie wurde von TNS Infratest und dem ZEW Mannheim im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt. Von maximal 100 möglichen Indexpunkten erreichte Deutschland in diesem Jahr 53 Punkte, das war ein Punkt mehr als im Vorjahr. An der Spitze des Rankings liegen die USA (76 Punkte), Südkorea (70) und Großbritannien (65). Danach folgen Finnland (62) und Japan (58).

Absteiger des Jahres war China. Die Volksrepublik erreichte 2016 nur noch 47 Indexpunkte und landet damit auf dem achten Platz. Im Vorjahr stand China nach einer vorläufigen Berechnung mit 55 Indexpunkten noch vor Deutschland auf Platz 4, wurde aber bereits im laufenden Jahr 2015 auf 46 Indexpunkte zurückgestuft.

Der Studie zufolge fällt der Digitalisierungsgrad der Wirtschaft in Deutschland je nach Branche sehr unterschiedlich aus. „Hoch“ digitalisiert sind lediglich die Unternehmen aus dem Bereich ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik). „Durchschnittlich“ digitalisiert zeigten sich sieben der elf untersuchten Kernbranchen der gewerblichen Wirtschaft, darunter die Finanz- und Versicherungswirtschaft, der Handel, die Energie- und Wasserversorgung und der Maschinenbau. „Niedrig“ digitalisiert seien das Gesundheitsgewerbe und das sonstige verarbeitende Gewerbe.

Als größte Hindernisse machen die Autoren der Studie die mangelhafte Versorgung der unternehmen mit Breitbandverbindungen sowie den Fachkräftemangel aus.

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, erklärte, die Analyse des Digitalisierungsfortschritts nach Unternehmensgrößenklassen weise einen deutlichen Nachholbedarf für den Mittelstand aus. „Der Standort Deutschland kann jedoch nur zukunftsfähig und erfolgreich bleiben, wenn vor allem die mittelständischen Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen und sich den Herausforderungen stellen.“

dpa

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