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Flugsicherung testet Drohnen-Ortung per Mobilfunk

Für DFS-Radar noch unsichtbar Flugsicherung testet Drohnen-Ortung per Mobilfunk

Drohnen für wenige hundert Euro im Kleinformat werden immer beliebter - und treiben den Mitarbeitern der Deutschen Flugsicherung gelegentlich den Angstschweiß auf die Stirn. Für eine Erfassung per Radar sind sie zu klein, jetzt soll Mobilfunk-Technik helfen.

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Eine private Drohne und ein Flugzeug in der Nähe des Flughafens Düsseldorf fliegt.

Quelle: Julian Stratenschulte

Langen/Darmstadt. Eine Ortung ziviler Drohnen mittels Mobilfunk will die Deutsche Flugsicherung (DFS) testen. Die immer beliebteren zivilen Drohnen können Flugzeugen und Hubschraubern gefährlich in die Quere kommen.

Die DFS sucht deshalb zusammen mit der Deutschen Telekom nach technischen Möglichkeiten, um die Flugobjekte am Himmel zu erkennen.

Für das DFS-Radar seien sie noch unsichtbar, erklärte eine DFS-Sprecherin in Langen. Die Drohnen seien zu klein und verfügten nicht über die nötige Technik. Nun soll versucht werden, ob sie mit Hilfe des Mobilfunknetzes geortet werden können. Dazu wird Test-Drohnen ein Handy-Chip eingesetzt, der dann wie ein normales Mobiltelefon über Funkmasten aufgespürt werden kann. „Erste Versuche sind vielversprechend“, sagte die Sprecherin. Serienmäßig sind in Drohnen bislang keine solchen Mobilfunkkarten eingebaut.

„Unser Ziel ist die sichere und faire Integration der Drohnen in den Luftverkehr“, sagte die Sprecherin. Erste Flugversuche würden für den Sommer erwartet. Das Projekt könnte sich noch bis in das nächste Jahr hinziehen. „Wir wollen jegliche Daten aus einer Drohne zu einer Bodenstation schicken“, sagte dazu ein Telekom-Sprecher.

Laut DFS ist die Zahl der Drohnen in Deutschland stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei mittlerweile 400 000 liegen. Im Jahr 2015 wurden bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet - im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel.

dpa

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