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Google will Adblocker in seinen Browser Chrome integrieren

«Wall Street Journal»-Bericht Google will Adblocker in seinen Browser Chrome integrieren

Google will in seinen Browser Chrome laut einem Medienbericht eine Funktion zum Blockieren von unerwünschten Anzeigen integrieren.

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Nicht akzeptable Werbeanzeigen im Netz hatte in den USA zuletzt eine „Koalition für bessere Werbung“ definiert, zu der auch Google gehört.

Quelle: Lukas Schulze

Mountain View. Google will in seinen Browser Chrome laut einem Medienbericht eine Funktion zum Blockieren von unerwünschten Anzeigen integrieren.

Damit könnten dann innerhalb des Browsers automatisch bestimmte Anzeigen-Typen herausgefiltert werden, die die Nutzer besonders stören, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Eine Bestätigung der Pläne von Seiten Googles gibt es nicht. Es dürfte zumindest eine Gratwanderung für das Unternehmen bedeuten, das auf Online-Werbung als Haupteinnahmequelle setzt.

Unklar ist laut „Wall Street Journal“ noch, ob Google das Feature innerhalb der nächsten Wochen veröffentlichen wird oder seine Pläne doch noch zurückzieht. Nicht akzeptable Werbeanzeigen im Netz hatte in den USA zuletzt eine „Koalition für bessere Werbung“ definiert, zu der auch Google gehört.

Zu den negativ bewerteten Werbemitteln gehören etwa Pop-up-Fenster, die die Webseite verdecken, automatisch startende Videos oder Anzeigen, die den angesteuerten Seiten vorgeschaltet sind und erst verschwinden, wenn eine festgelegte Zeit in einem Countdown-Timer verstrichen ist. Sie alle würden die Schwelle der Akzeptanz bei den Nutzern deutlich überschreiten.

Verschiedenen Schätzungen zufolge benutzt jeder vierte Internet-Anwender einen Adblocker. Die Anwendungen zum Blockieren von Werbung sind aber höchst umstritten. Medienunternehmen befürchten ein Wegbrechen ihrer Einnahmequellen im Netz. Sie werfen Firmen wie der deutschen Eyeo GmbH („Adblock Plus“) vor, sich mit Gebühren für die Aufnahme in eine Liste akzeptabler Werbeformen sich widerrechtlich in die Wertschöpfungskette der Medien zu drängen. Medienhäuser müssten sich „freikaufen“.

Laut „Wall Street Journal“ zahlt Google derzeit dafür, um auf der Liste für akzeptable Werbung von Eyeo zu stehen. Im Gegenzug würden Anzeigen in der Google-Suchmaschine und andere von Google gesteuerte Werbemittel von der Software nicht blockiert.

dpa

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