Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
IT-Mittelstand spricht sich für Digitalministerium aus

Standortstärkung IT-Mittelstand spricht sich für Digitalministerium aus

Wie kann der Digitalstandort Deutschland gestärkt werden? Die mittelständischen IT-Unternehmen geben der Politik einige Empfehlungen. Diese reichen von einem eigenen Digitalministerium bis hin zur besseren Bildung.

Voriger Artikel
„Egret“ und Vodafone planen den „Roller to go“
Nächster Artikel
CeBIT 2018 mit neuem Konzept

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies blickt auf den Rotor einer Drohne auf der IT-Messe CeBIT in Hannover. Der IT-Mittelstand möchte ein eigenes Ministerium.

Quelle: Friso Gentsch

Hannover. Der IT-Mittelstand in Deutschland fordert von der künftigen Bundesregierung die Einrichtung eines Digitalministeriums.

Die Entscheidungskompetenzen in Sachen Netz- und Digitalpolitik seien derzeit auf zu viele Ministerien verteilt, kritisierte der Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMi), Oliver Grün, auf der CeBIT in Hannover.

Die Folgen seien ein hoher Koordinationsaufwand, langsame Entscheidungen und Streit um die Zuständigkeiten. „Bei einem so zentralen Zukunftsthema können wir uns das nicht erlauben“, sagte Grün. Sonst drohe Deutschland abgehängt zu werden.

Immer wieder kommt es seitens der Wirtschaft aber auch der Politik zu Appellen, Netzthemen in einer Behörde zu bündeln. Derzeit sind unter anderem das Wirtschafts-, das Innen- sowie das Verkehrsministerium für diese Themen zuständig. Gegner einer Bündelung argumentieren, dass von den Folgen der Digitalisierung ohnehin alle Ressorts betroffen seien.

Der BITMI, der mehr als mehr als 1500 ausschließlich mittelständische IT-Unternehmen in Deutschland vertritt, fordert darüber hinaus mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie in die digitale Bildung. „Die Erschließung auch ländlicher Räume mit Breitbandinternet ist dafür ein wichtiger Schritt, denn hier sitzt oftmals der Mittelstand“, erklärte Verbands-Vizepräsident Martin Hubschneider. Der Bund müsse deshalb erheblich in den Ausbau des Glasfasernetzes investieren.

Um die digitale Kompetenz in Deutschland zu stärken, soll nach Ansicht des Verbands bereits an Grundschulen das Fach Digitalkunde unterrichtet werden. „Wir müssen einfach früher anfangen“, sagte Grün. Dann könne ein Grundstein gelegt werden für ein tiefes Verständnis digitaler Technologien und Programmierung. Auch werde ein Bewusstsein für einen sensiblen Umgang mit Daten geschaffen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
3000 Aussteller aus 70 Ländern
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Japans Premierminister Shinzo Abe während ihres Rundgangs über die CeBIT Messe in Hannover.

Die Kanzlerin eröffnet die Technologiemesse CeBIT mit mahnenden Worten: Man müsse alle Menschen in die Digitalisierung mitnehmen.

mehr
Mehr aus Multimedia