Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Kamera läuft, Ton ab: Mikros für Smartphones

Kamera läuft, Ton ab: Mikros für Smartphones

Bei Tonaufnahmen schwächeln viele Camcorder, Kameras und Smartphones. Erst ein externes Mikro peppt den Sound auf

Hobbyfilmer können mittlerweile aus dem Vollen schöpfen: Neben dem klassischen Camcorder eignen sich auch Spiegelreflex- und Systemkameras sowie Smartphones zum Drehen. Während schon Einsteigermodelle scharfe und kontrastreiche Bilder liefern, hapert es selbst bei hochwertigeren Camcordern häufig am Ton. Hintergrundgeräusche sind kaum wahrnehmbar, Stimmen schwer verständlich.

Abhilfe schafft hier nur ein externes Mikrofon.

„Es gibt grundsätzlich zwei Haupt-Typen sowie einige Spezialmikrofone“, erklärt Hans Ernst vom Fachmagazin „Videoaktiv“. „Die Haupt-Typen sind Richtmikros, die meist in Mono arbeiten, und Stereomikros.“ Beide könne man auf Kamera oder Camcorder stecken oder abgesetzt per Kabel betreiben. Zu den Spezialisten zählten Ansteckmikros für Interviews, auch Lavalier-Mikros genannt, Handmikros für Reporter oder spezielle Funkmikrofone.

Richtmikrofone verwendet man, um einzelne Signale wie Sprache oder bestimmte Geräusche aus der akustischen Umgebung herauszuheben. Stereomikrofone sind dazu da, die Räumlichkeit einer Umgebung akustisch einzufangen. Sie haben meist einen größeren Frequenzumfang, so dass sie sich auch für Musikaufnahmen eignen. Kombinierte Richt- und Stereomikrofon gibt es zwar, gute Modelle sind laut Ernst aber selten und recht teuer. Er rät zum Kauf von zwei separaten Mikrofonen.

Im Consumer-Bereich verfügen fast alle Mikrofone über einen 3,5-Millimeter-Miniklinken-Anschluss. Profi-Mikrofone hingegen setzen auf den dreipoligen XLR-Stecker, der auch im Musikbereich verwendet wird. Und bei einigen Hersteller-Lösungen läuft die Verbindung über den Zubehörschuh, auf den das Mikro aufgesteckt wird.

Beim Anschluss von Mikros an Handys gilt: „Das benutzte Mikrofon muss ein Signal in ausreichender Stärke abgeben, damit das Smartphone etwas damit anfangen kann“, erklärt Michael Stein vom Technikblog „Fragdenstein.de“. „Ist das nicht der Fall, hilft ein kleiner Vorverstärker.“ Der Stecker des Mikrofons muss der sogenannten TRRS-Beschaltung folgen – erkennbar an drei schwarzen Ringen am Klinkenstecker. „Wenn das Smartphone keine Buchse für ein Mikrofon hat, kann man einen Adapter benutzen“, so der Experte. Oder man verwendet Mikrofone für den Micro-USB-Anschluss eines Android-Smartphones oder den Lightning-Port von iPhones.

Neben der Art des Anschlusses ist ebenfalls entscheidend, wie das Mikrofon mit Strom versorgt wird. „Vor allem günstige Mikrofone nutzen keine Batterie, sondern werden übers Mikrofonkabel direkt aus der Kamera oder dem Camcorder mit der sogenannten Plug-in-Power gespeist“, erklärt Hans Ernst. Problem: Ist die Kamera dazu nicht in der Lage, funktioniert das Mikro nicht. Nur dynamische Mikrofone brauchen keine Stromversorgung – dabei handelt es sich in der Regel um spezielle Reporter- oder Bühnenmikros für Musiker. Die meisten typischen Kamera-Mikrofone werden aber mit einer eigenen Batterie betrieben und sind deshalb unabhängig vom Kameratyp einsetzbar.

Mikrofone mit XLR-Stecker werden von Profi-Camcordern über das Kabel mit der Phantomspeisung versorgt. Prinzipiell keine qualitativen Abstriche muss man Ernst zufolge bei Funkmikrofonen hinnehmen.

Die Funkübertragung kommt normalerweise mit einem Ansteck- oder einem Handmikrofon bei Interviews zum Einsatz. „Gute Richt- und Stereomikrofone für Kameras sind mit Kabelverbindung schon für rund 100 Euro zu haben, sehr gute Modelle ab 200 Euro“, so Ernst.

Jochen Wieloch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kreuztragungs-Szene im Doberaner Münster. Diese Figurengruppe entstand wahrscheinlich um 1360.

Osterbetrachtung von Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Multimedia