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Kriminelle missbrauchen Firma aus MV für Trojaner-Mail

Rampe Kriminelle missbrauchen Firma aus MV für Trojaner-Mail

Mithilfe der Domain der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH und Co. KG wollen die Täter fremde Computer ausspionieren.

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Eine im Internet kursierende Schadsoftware legt Computersysteme lahm. Auch Firmen aus MV sind betroffen.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Rampe. Kriminelle nutzen die Firma Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten für das Versenden von Spam- und Phishing-Mails. Diese stammen von der Domain @lfw-ludwigslust.de. nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) werden die Empfänger darum gebeten eine beigefügte ZIP-Datei zu öffnen - angeblich, um ihre Adressdaten zu prüfen.

Regelmäßig beinhalte diese Datei eine Schadsoftware, die es auf Windows-Computer abgesehen hat. Andere Betriebssysteme wie Android, iOS oder MacOS sind derzeit nicht das Ziel. Dies könnte sich jedoch in neuen Mailvarianten zukünftig ändern, so das LKA weiter.

Nutzer, die die Schadsoftware ausgeführt haben, bemerken dies zunächst nicht, da eventuell nur eine Fehlermeldung angezeigt wird. Den Kriminellen sei es dadurch aber unter anderem möglich, Zugangsdaten abzugreifen, Onlinebanking zu manipulieren und die Rechner der Opfer über ein Botnetz fernzusteuern.

Die derzeit verbreitete Malware zielt durch den Einsatz des Krypto-Trojaners LOCKY auf die Erpressung durch Verschlüsselung von Dateien ab.

Die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH und Co. KG hat Anzeige erstattet und warnt Kunden vor den Gefahren der komplett gefälschten Mails.

Das Landeskriminalamt warnt: Prüfen Sie Anhänge und Links von unbekannten Absendern auf Plausibilität! Haben Sie beispielsweise keine Fleisch- und Wurstwaren in Ludwigslust bestellt, sollten Sie beim Erhalt einer Rechnung von diesem Unternehmen misstrauisch sein. Öffnen Sie dann auf keinen Fall den Anhang dieser Mail!

Was ist zu tun, wenn der Mailanhang geöffnet wurde und der Computer „infiziert“ ist?

Nutzen Sie den Rechner nicht mehr bis Sie sicher sind, dass er wieder „sauber“ ist. Arbeiten Sie bis dahin mit einem nicht infizierten Rechner. Lassen Sie das aktualisierte Virenschutzprogramm den Computer, auf dem Sie die Datei geöffnet haben, vollständig untersuchen. Bei vielen Antivirensoftware-Anbietern gibt es grundsätzlich auch die Möglichkeit, einen Online-Scan durchführen zu lassen. Informieren Sie sich hier auf der jeweiligen Homepage, fragen Sie gegebenenfalls per E-Mail nach. Gegebenenfalls sollte in Betracht gezogen werden, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der den Rechner vor Ort überprüft.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass das Schadprogramm vor dem Entfernen eventuell sensible Daten wie PIN oder Passwörter an Kriminelle weitergeleitet hat. Prüfen Sie deshalb, welche Daten auf dem Computer hinterlegt waren oder über ihn eingegeben wurden und ändern Sie wo nötig Passwörter, Sicherheitsfragen, PIN etc.

  • Attacken aus dem Internet schädigen die Wirtschaft

Von Cora Meyer

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