Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Lehrbetriebe hinken Digitalisierung hinterher

Lehrbetriebe hinken Digitalisierung hinterher

Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe in Deutschland drohen beim Umgang mit digitalen Medien den Anschluss zu verpassen – dabei ist das Interesse der Lehrlinge groß.

Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe in Deutschland drohen beim Umgang mit digitalen Medien den Anschluss zu verpassen – dabei ist das Interesse der Lehrlinge groß. Angesichts eines Rekordtiefs von nur noch rund 520 000 neuen Auszubildenden im Vorjahr und 41 000 nicht besetzten Lehrstellen stehen alle Beteiligten unter Druck, auf diesem Gebiet ihre Attraktivität zu erhöhen, heißt es im ersten „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung. Stiftungsvorstand Jörg Dräger mahnte daher Kurskorrekturen an: „Digitales Lernen ist weit mehr als ein Imagefaktor.

Berufsschulen und Betriebe brauchen Strategien fürs digitale Zeitalter. Nur so können sie das Potenzial neuer Technologien für chancengerechte Bildung nutzen.“ Derzeit hapere es jedoch oft schon an einem ausreichenden W-Lan an Berufsschulen – und auch an didaktischen Konzepten, ergab die repräsentative Studie.

Das Bundesbildungsministerium hat Anfang dieses Jahres ein Sonderprogramm im Umfang von maximal 74 Millionen Euro bis 2019 vorgelegt, das die Digitalisierung in der beruflichen Bildung vorantreiben soll. „Auszubildende müssen beispielsweise mit 3D-Druckern oder Drohnen umgehen können“, heißt es dort. Das Ziel: „modernste Rahmenbedingungen zu schaffen und dadurch eine zukunftsfähige Qualifizierung der Ausbildenden zu ermöglichen“.

Die Digitalisierung verändere die Arbeitswelt, erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Sonntag. „Wir reagieren auf diese Entwicklung und fördern die Digitalisierung schon in der beruflichen Ausbildung, indem wir Mittel für eine moderne Ausstattung in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten zur Verfügung stellen.“ Dabei stünden die derzeit gut 1,3 Millionen Azubis in Deutschland „der digitalen Welt sehr viel offener gegenüber als ihre Lehrer und Ausbilder“, hieß es weiter. „Berufsschüler setzen digitale Medien beim Lernen zu Hause wesentlich häufiger ein als im Unterricht oder im Betrieb.“

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Penzlin/Schwerin
Norbert Schumcher, Freier Horizont, stellte sich den Fragen der OSTSEE-ZEITUNG. Das Interview führten Chefredakteur Andreas Ebel, Chefkorrespondent Frank Pubantz und der OZ-Leser Edmund Jänsch.

OZ-Interviews zur Landtagswahl: Norbert Schumacher, Freier Horizont, will die Bürger mehr in Entscheidungen einbinden.

mehr
Mehr aus Multimedia