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MV auf der Cebit: Drohne soll Schiffbrüchige retten

Wismar/Hannover MV auf der Cebit: Drohne soll Schiffbrüchige retten

Auf der Computermesse in Hannover präsentierten sich auch viele Firmen aus dem Nordosten mit unterschiedlichen Produkten.

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Albrecht Kuechler hat für seine Diplomarbeit im Studiengang Design an der Hochschule Wismar den Prototypen einer Drohne namens Sea-Eye gebaut. Er stellte sie auf der Cebit in Hannover vor.

Quelle: privat

Wismar/Hannover. Erstmals arbeiten mehr als eine Million Menschen in Deutschland in der IT- und Telekommunikationsbranche. Gleichzeitig beklagen 61 Prozent der IT-Unternehmen, dass der Mangel an Fachkräften ihre Entwicklung behindert.

Vor diesem Hintergrund ging am Freitag in Hannover die Cebit zu Ende – mit mehr als 3500 Ausstellern die weltweit größte Fachmesse. Aus MV warben zahlreiche Firmen für ihre Produkte. Eine speziell designte Box mit Sensoren, die unter anderem Luftfeuchtigkeit und Temperatur messen – das bietet die PipesBox GmbH aus Rostock an. Die von ihr für die Box entwickelte Software sorgt dafür, dass Geräte im Haus untereinander kommunizieren und etwa Licht, Musik und Heizung auf ein bestimmtes Signal hin eingeschaltet werden. „Im Mai werden wir damit auf den Markt kommen. Die Messe ist ziemlich erfolgreich für uns verlaufen“, sagt Marketing-Mitarbeiter Jannis Reuter, einer von zehn Beschäftigten bei dem 2012 gegründeten Unternehmen.

Auch die Wegtam GmbH aus Bentwisch bei Rostock – Preisträger des OZ-Existenzgründerpreises 2015 – präsentiert Software, durch die Daten aus unterschiedlichen Systemen miteinander verknüpft und kompatibel gemacht werden. Zu den Kunden zählen Wasserwirtschaft, Tourismus und Industrie. „Die Anwendung ist leicht, die Schulung dauert einen Tag. Das ist unser großes Plus“, sagt André Schütz, der die vier Mitarbeiter zählende Firma 2012 gründete. Mit der Messe ist Schütz zufrieden: „An unserem Stand waren etwas weniger Interessierte als 2015, aber die Qualität der Gespräche war deutlich höher.“

Leben retten – das ist das Anliegen von Albrecht Kuechler. Er hat für seine Diplomarbeit im Studiengang Design an der Hochschule Wismar den Prototypen einer Drohne namens Sea-Eye gebaut, die auf Schiffen stationiert wird und im Notfall nach Schiffbrüchigen sucht sowie einen Rettungsring abwerfen kann. „Auch der Einsatz bei der Flüchtlingssuche und -rettung ist möglich. Auf der Cebit gab es Interessenten wie Kreuzfahrtschiffbetreiber oder Hochschulen als potentielle Partner“, zeigt sich Kuechler mit dem Messeverlauf zufrieden. Partner sind nötig, denn noch ist Sea-Eye nicht einsatzbereit. „Es müssen noch Probleme mit dem Salzwasser und bei hohen Windgeschwindigkeiten gelöst werden“, so Kuechler.

Von Joachim Göres

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