Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Mystische Täler und Raumschiffe

Mystische Täler und Raumschiffe

In die Zukunft oder in unendliche Weiten – bei den Spieleneuheiten für Konsolen geht’s im September vor allem um Erkundung und Erforschung

Mit „Deus Ex: Mankind Divided“ setzt Square Enix die erfolgreiche Reihe im fiktiven Prag des Jahres 2029 fort.

Der schon im Vorgänger angesprochene Konflikt zwischen mit mächtigen Implantaten modifizierten „Augmentierten“ und den „Naturals“ genannten „normalen“ Menschen spitzt sich weiter zu.

Terroranschläge und Segregation bestimmen den Alltag. Hier kommt der augmentierte Interpol-Agent Adam Jensen ins Spiel, der einer geheimnisvollen Verschwörung auf der Spur ist. Dabei ist Waffengewalt nicht immer der beste Weg – im Gegenteil: Schleichen und Computerhacks bringen teils mehr Erfahrungspunkte.

Der geschickte Einsatz von Jensens Implantaten löst noch weitere Probleme. Theoretisch lässt sich das Spiel ohne tödliche Gewalt lösen. Wer eine gute Balance zwischen Ballern und Schleichen findet, hat beste Voraussetzungen, Terror und Gewalt aus der düsteren Zukunft zu verbannen. „Deus Ex: Mankind Divided“ hat keine Jugendfreigabe erhalten und ist für Xbox One und Playstation 4 für je rund 70 Euro erhältlich.

Ab ins All geht es in „No Man’s Sky“ von Sony. Unendliche Weiten – das trifft aufs All zu, aber auch auf die Spielewelt in „No Man’s Sky“. Zigmillionen von Planeten werden in diesem ungewöhnlichen Titel nach einem großen Zufallsbaukasten erschaffen. Gleich zu Beginn sind handwerkliche Fähigkeiten gefragt: Ein Schrotthaufen namens Raumschiff muss flottgemacht werden. Dafür braucht es Rohstoffe. Und die müssen erst noch gefördert werden. Besonders stark wird der Spieler bei seiner anschließenden Erkundung des Weltalls allerdings nicht geführt.

Das Ziel des Spiels ist nicht sehr präzise definiert – klar ist, dass es zum Mittelpunkt der Galaxie gehen soll. Beim Spielen wird deutlich: Totale Freiheit hat seinen Preis – es fehlt an Orientierung. Es ist viel Geduld gefragt und eine große Portion Bereitschaft, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. „No Man’s Sky“ gibt es für rund 60 Euro für die Playstation 4.

Abenteuerlustig sollte man auch bei „Valley“ von Blue Isle sein. In diesem Action-Adventure steigt der Protagonist in seinem Exoskelett in ein Tal in den Rocky Mountains hinab. Dieses Exoskelett ermöglicht zum Beispiel höhere Laufgeschwindigkeiten und bessere Leistungen beim Springen, kann aber auch Kreaturen wieder zum Leben erwecken. Im Kampf hat das L.E.A.F. getaufte Gerät zudem einige hilfreiche Features. Das wunderbar gestaltete Tal mit Wäldern und mystischen Ruinen hat es in sich. Soll hier doch ein geheimnisvolles Artefakt versteckt sein, das einen blutigen Krieg beenden könnte. „Valley“ ist ein gelungenes Spiel eines unabhängigen Entwicklungsstudios mit innovativem Spielansatz – je mehr der Spieler dem Tod begegnet, umso mehr stirbt auch das Tal um ihn herum. Der Downloadtitel kostet für Playstation 4 und Xbox One je rund 20 Euro.

Weniger abenteuerlich und fantastisch geht es in der Rennsimulation „Assetto Corsa“ von 505 Games zu. Die Entwickler des italienischen Studios Kunos Simulazioni haben sich sehr um eine realitätsgetreue Umsetzung bemüht.

Das betrifft nicht allein die Fahrphysik. Auch die Gestaltung der Fahrzeuge und Rennstrecken ist sehr detailgetreu gelungen. Mehr als 90 Fahrzeuge stehen insgesamt zur Wahl. Zum Teil wurde auch mit den entsprechenden Automobilbauern zusammengearbeitet, um das optimale Ergebnis zu erreichen. Zahlreiche Online- und Offline-Spielmodi vom schnellen Rennen über einen Karrieremodus bis hin zu einzelnen Herausforderungen sind verfügbar.

Wer nicht gleich im ersten Rennen im Graben landen möchte, kann verschiedene Fahrhilfen zuschalten. Das Spiel ist frei ohne Altersbeschränkung und kostet rund 50 Euro für Playstation 4 und Xbox One.

„Armikrog“ von Versus Evil hat auch schon einige Zeit als PC-Spiel auf dem Buckel. Nun ist das Point-und-Click-Adventure im Knetfigurenstil auch für Spielekonsolen erhältlich. Protagonist Tommynaut versucht mit seinem blinden, aber sprechenden Alien-Hund Beak, einer Festung zu entfliehen. Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf dem Lösen von Rätseln und Puzzles. Das Spiel hat einen ausreichend hohen Spaßfaktor. Da lässt sich über die eine oder andere Schwäche im Gameplay hinwegschauen. „Wallace & Gromit“ und „Shaun das Schaf“ lassen grüßen. „Armikrog“ (ab sechs Jahren) ist für Xbox One, Wii U und Playstation 4 für je rund 15 Euro als Download erhältlich.

Christoph Lippok

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Multimedia