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Netflix kratzt an 100-Millionen-Marke

Nutzerwachstum flaut ab Netflix kratzt an 100-Millionen-Marke

Mit erfolgreichen Serien wie „House of Cards“ wurde Netflix zum weltweit führenden Streamingdienst. Zum Jahresauftakt fehlten zwar die ganz großen Hits und das Wachstum ließ nach. Die Enttäuschung der Anleger währte aber nur kurz, die Zuversicht bleibt groß.

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Netflix ist der weltweit führende Streamingdienst. Ende März hatte Netflix 98,75 Millionen Kunden - ein Jahr zuvor waren es noch 81,5 Millionen.

Quelle: Nicolas Armer

Los Gatos. Der Videodienst Netflix hat zu Jahresbeginn überraschend wenig neue Nutzer hinzugewonnen. Im ersten Quartal stieg die Kundenzahl um 4,95 Millionen, wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Analysten hatten sowohl in den USA, wo 1,42 Millionen Nutzer hinzukamen, als auch im Ausland mehr erwartet. Im Vorjahreszeitraum war das Wachstum noch deutlich stärker gewesen.

Der weltweit führende Streamingdienst, der gegen Gebühr Videoinhalte wie Shows und Filme im Internet anbietet, hatte Ende März 98,75 Millionen Kunden - ein Jahr zuvor waren es noch 81,5 Millionen gewesen. Das Unternehmen, das sich einen harten Wettbewerb mit Services wie Amazon Prime oder Hulu liefert, verkündete, auf Kurs zu sein und diese Woche die Marke von 100 Millionen Abos zu knacken.

Bei Anlegern riefen die Zahlen ein Wechselbad der Gefühle hervor. Das unerwartet schwache Nutzerwachstum ließ die Aktie nachbörslich erst um rund drei Prozent fallen. Der Kurs, der seit Jahresbeginn bereits um 19 Prozent zugelegt hat, erholte sich jedoch rasch wieder und notierte zuletzt deutlich im Plus. Die Hoffnungen auf das zweite Quartal sind groß, denn Netflix wartet mit neuen Staffeln von Serienhits wie „House of Cards“ und „Orange Is the New Black“ auf.

Beim Gewinn konnte die kalifornische Firma die Vorhersagen der Finanzprofis übertreffen. Der Überschuss stieg im Auftaktquartal verglichen mit dem Vorjahreswert von 28 auf 178 Millionen Dollar (167 Mio Euro). Die Erlöse wuchsen um 35 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar und bewegten sich damit im Rahmen der Markterwartungen.

Bei der Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal blieb Netflix allerdings unter den früheren Vorhersagen. Hohe Ausgaben - nicht zuletzt für exklusive Streaming-Inhalte und aufwendiges Marketing - dürften das Ergebnis deutlich drücken, warnte das Unternehmen. Auch bei den Erlösen stellte Netflix mit 2,76 Milliarden Dollar ein bisschen weniger als von Analysten angenommen in Aussicht.

dpa

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