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Roboter dominieren die Hannover Messe

Wo «Forpheus» Aufschlag hat Roboter dominieren die Hannover Messe

Roboter werden immer intelligenter - und können immer präzisere Vorhersagen zum menschlichen Verhalten machen. Die Hannover Messe verspricht konkrete Antworten auf die Frage, wie sie Unternehmen nutzen können. Die Fertigung wird zunehmend flexibler gestaltet.

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Der Tischtennisroboter „Forpheus“ kann eine Flut an Informationen so verarbeiten, dass er Ereignisse wie komplexe Bewegungen vorherzusehen vermag.

Quelle: Friso Gentsch

Hannover. Auf der Suche nach Industrietrends und neuen Geschäftsmodellen kommen rund 6500 Aussteller und wohl 200 000 Besucher von Montag an zur Hannover Messe.

Bei der fünftägigen Leistungsschau wollen sie selbst sehen, was es unter dem Schlagwort digitaler Wandel bereits an konkreten Anwendungsbeispielen für die Industrie von morgen („Industrie 4.0“) gibt. Denn die Messe gilt zunehmend als Orientierungs-Plattform bei der Frage, welchen konkreten Nutzen die technischen Innovationen für die Betriebe haben. Messe-Schwerpunkte sind unter anderem:

ROBOTER: Roboter sind diesmal DAS Trendthema der Messe. Vor allem die Industriehelfer ermöglichen, in immer neue Dimensionen vorzustoßen. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter. Der Hersteller Festo etwa zeigt einen pneumatischen Leichtroboter, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist und feinfühlige Bewegungen ausführt. Von Franka Emika kommen dazu sogenannte Roboter-Apps, die das Programmieren dieser mechanischen Helfer mit ihren hochkomplexen Fähigkeiten zur Minuten-Sache machen.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI): Sie geht einher mit dem Roboterthema und befähigt die mechanischen Helfer, selbst zu lernen, sich zu optimieren und auch dem Menschen anzupassen. Auf der Messe demonstriert das der Tischtennis spielende Roboter „Forpheus“ von Omron Electronics. Er kann eine Flut an Informationen so verarbeiten, dass er Ereignisse wie komplexe Bewegungen vorherzusehen vermag. Die Bahn des von seinem Gegenüber aufgeschlagenen Balls kann er mit 80 Berechnungen pro Sekunde präzise vorhersagen.

SMART FACTORY: Digital vernetzte Industrieanlagen wie sie etwa der Roboterhersteller Kuka zeigt, verkürzen nicht nur die Produktionszeit, sondern ermöglichen auch größtmögliche Flexibilität beim Herstellungsverfahren. Messebesucher etwa können sich vom Smartphone innerhalb von 15 Minuten ein komplettes Puzzle fertigen lassen. In der Praxis ermöglicht das etwa die schnelle Integration von Sondermodellen im laufenden Fertigungsprozess.

ENERGIESYSTEME: Den Energiesystemen der Zukunft spüren viele Aussteller auf der Messe nach. Dabei stehen neben Brennstoffzellen auch semi-transparente Solarmodule im Fokus, die sich in die Glasfassade integrieren lassen. Das Karlsruher Institut für Technologie zeigt etwa transparente Solarzellen, die sich in Brillengläser integrieren lassen und somit Strom erzeugen können.

DATEN, DATEN, DATEN: Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Kaum eine Firma, die nicht mit ihrer smarten Nutzung plant. Daten werden bei sich selbst optimierenden Industrierobotern ebenso verwendet wie bei vernetzten Bienenstöcken.

AUTONOMES FAHREN: Wer kennt das nicht? Das Navi führt den genervten Autofahrer aus dem Stau - der dann gleich im nächsten Stau landet, weil zu viele den gleichen Tipps folgen. Volkswagen will künftig den Verkehrsfluss verbessern. Am Beispiel Peking, einer Stadt, die normalerweise permanent Stau-Probleme kennt, wird gezeigt, wie per Quantencomputer-Technologie Staus aufgelöst werden. Das geschieht, indem alle Autos in einem bestimmten Areal eine ganz eigene, optimierte Route erhalten. Das erfordert Berechnungen fast in Echtzeit - und auch autonom fahrende Autos brauchen Verkehrsplanung. VW-Digitalchef Martin Hofmann spricht stolz von einer „Weltpremiere“.

DATENSICHERHEIT: Sicherheit gewinnt mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen, wie wichtig der Schutz sensibler Daten ist.

dpa

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Vor Hannover Messe
Stefan Aßmann, Leiter Connected Industry bei Bosch.

Je mehr Roboter, desto weniger Arbeitsplätze - stimmt das? Bosch macht vor der Hannover Messe eine andere Rechnung auf: Je mehr neue Technik, desto mehr Mitarbeiter werden gebraucht. Man muss dabei aber immer auf die einzelne Tätigkeit und Qualifikation achten.

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