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Russland blockiert Karriere-Netzwerk Linkedin

Klage gegen Sperre gescheitert Russland blockiert Karriere-Netzwerk Linkedin

Moskau will das Internet in Russland stärker kontrollieren und legt sich auch mit Großkonzernen aus den USA an. Microsoft und sein neues Business-Netzwerk bekommen das zu spüren.

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Linkedin hat nach Medienberichten in Russland fünf Millionen Nutzer.

Quelle: Jens Büttner

Moskau. Russland hat am Donnerstag wie angedroht Linkedin gesperrt. Das auf berufliche Kontakte spezialisierte Netzwerk von Microsoft verstoße gegen russische Gesetze, teilte die Aufsichtsbehörde in Moskau mit.

Linkedin speichere verbotenerweise Daten russischer Nutzer auf Servern im Ausland. Vertreter des Netzwerks baten eilig um ein Treffen mit der Behörde Roskomnadsor, um die Lage zu klären, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. Linkedin hat nach Medienberichten in Russland fünf Millionen Nutzer. Das sind etwa ein Prozent der Nutzer weltweit.

Das Netzwerk hatte gegen die drohende Sperre geklagt, war aber vor Gericht zweimal gescheitert. Am 10. November bestätigte das Moskauer Stadtgericht das Verbot, das die erste Instanz ausgesprochen hatte.

Das russische Gesetz von 2015 bereitet vielen internationalen Internet-Dienstleistern Probleme. Anders als Linkedin haben aber Google, Apple oder der Bestelldienst Alibaba Daten russischer Nutzer mittlerweile in Russland gespeichert, wie Medien berichten.

Die Moskauer Führung versucht seit Jahren, das Internet in Russland stärker zu kontrollieren. Das Vorgehen gegen Linkedin sei keine Zensur, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow: „Die russische Behörde handelt streng nach dem Gesetz, und auch von den Firmen wird verlangt, dass sie russische Gesetze und Regeln einhalten.“

Linkedin wird bis zum Jahresende vom US-Softwarekonzern Microsoft übernommen, der dafür 26,2 Milliarden Dollar zahlt. Internet-Giganten aus den USA sind auch an anderen Stellen im Visier russischer Behörden. Das Kartellamt geht wegen mutmaßlicher Preisabsprachen beim iPhone gegen Apple vor. Google muss ein Bußgeld zahlen, weil es beim Smartphone-Verkauf in Russland seine eigenen Anwendungen (Apps) bevorzugt vor Angeboten des russischen Konkurrenten Yandex.

dpa

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