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Snowden: Verschlüsselungstechniken greifen allmählich

Video-Auftritt bei CEBIT Snowden: Verschlüsselungstechniken greifen allmählich

US-Whistleblower Snowden gibt sich ungebrochen. Bei einer Zuschaltung zur IT-Messe CeBIT verteidigt er seine Überzeugungen. Vom neuen US-Präsidenten erwartet er nichts. Und dann verrät er noch etwas ganz Privates.

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Edward Snowden spricht bei der IT-Messe CeBIT in Hannover per Live-Schaltung auf einer Videowand.

Quelle: Friso Gentsch

Hannover. Das Verhalten von Internetnutzern ist nach Ansicht des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden weiter extrem transparent.

Allerdings gebe es Fortschritte bei der Verschlüsselungstechniken. „Der zunehmende Fortschritt bei der Verschlüsselung treibt die Internet-Gauner vor sich her“, sagte Snowden am Dienstag bei einer Video-Zuschaltung zur IT-Messe CeBIT in Hannover.

Snowden, der mit seinen Enthüllungen die Affäre um massenhafte Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA ins Rollen gebracht hatte, hält sich nach einer abenteuerlichen Flucht in Russland auf. Dort hat er Asyl erhalten.

Negative Gefühle wegen seiner gerichtlich untersagten Befragung in Deutschland habe er nicht, ließ Snowden durchblicken. Trotz positiver Trends bei der gesetzlichen Reglementierung der staatlichen Überwachung in den USA hält er eine Reform des NSA-Geheimdienstes für unwahrscheinlich.

Sollte es stimmen, dass Russland die US-Wahlen beeinflusst hat, müsste man das prüfen, sagte Snowden weiter. „Ich war geschockt“, meinte er zur Wahl von US-Präsident Donald Trump. Trump habe sich nie als Freund der Bürgerrechte profiliert.

Nach dem Hollywood-Film über ihn selbst befragt meinte er, die Thematik der Gefahren durch eine Massenüberwachung sei darin gut umgesetzt worden. Er selbst sehe aber nicht, dass er als Person wichtig sei. „Es gibt Wichtigeres“, sagte er, „ich bin kein Anführer oder der Typ, der die Verantwortung trägt.“ Man müsse sich selbst treu bleiben, wenn man von etwas überzeugt sei. „Würde ich es noch mal machen? Die Antwort ist ganz klar: Ja.“

Mit Blick auf seine persönlichen Risiken betonte er unter dem Applaus der Zuhörer: „Ich mache mir nichts daraus: Wenn das meine letzte Nacht wäre, dann wäre das genug.“ Ob er in die USA zurück wolle, wurde er gefragt. „Natürlich“, lautete die Antwort. Er habe noch Hoffnung. „Ich kann aber nicht nach Hause, meine Regierung jagt mich.“ Dabei gebe es keinen Beweis, dass seine Enthüllungen irgendeinen Schaden angerichtet hätten. Ob er verliebt sei, lautete eine weitere Frage. Ja, das sei er, in seine Partnerin.

dpa

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