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Superhelden gegen Superschurken

Superhelden gegen Superschurken

Neue mobile Spiele: „Battle Bay“ sticht in See und bietet Action / Hitzig wird es beim Kampf der Superhelden in „Injustice 2“ / Bei „SpacePlan“ werden Klicks gesammelt

Rovio sind für die „Angry Birds“ bekannt. In ihrem neuen Spiel „Battle Bay“ bleiben die beliebten Vögel aber außen vor. Hier liefern sich Comic-Kapitäne in kleinen Booten erbitterte Seeschlachten in zwei Fünferteams. Das Ziel: innerhalb von fünf Minuten das gegnerische Team zerstören oder dessen Basis erobern.

Wichtig: Spieler müssen ein Auge auf die Umgebung haben. Auf dem Wasser treibt allerhand Zeug, das genutzt werden kann. Mit Seeminen kann der Gegner in die Falle gelockt werden, Felsen schützen vor Beschuss. Hinter Wellenkämmen können sich geschickte Spieler anschleichen und plötzlich zuschlagen. Wer nicht darauf achtet, gibt auf dem Rücken einer Welle ein leichtes Ziel ab.

Nach erfolgreichen Kämpfen lässt sich der Kapitän schulen oder bastelt am Boot. Ungeduldige Spieler können gleich im Shop Verbesserungen kaufen, anstatt sie freizuspielen. Davon abgesehen ist das spaßige Spiel für Android und iOS kostenlos.

Seitdem es Superhelden gibt, streiten sich die Fans um eine Frage: Wer ist der Stärkste? Das lässt sich dank „Injustice 2“ von Warner Bros. Entertainment im direkten Duell Superheld gegen Superheld ermitteln. In dem Prügelspiel treten die Helden und Schurken aus den DC Comics gegeneinander an. Knapp 30 mehr oder weniger bekannte Figuren aus dem DC-Universum stehen zum Kampf bereit. Dazu zählen Batman, Superman oder Wonder Woman, aber auch die Bösewichter Joker, Harley Quinn und Brainiac. Einige müssen erst freigespielt werden.

Grafisch ist das von den „Mortal- Kombat“-Machern entwickelte „Injustice 2“ für ein Smartphone-Spiel eine echte Bank. Die Versionen für Android und iOS sind kostenlos, gegen Geld gibt es mehr Inhalte.

„Spaceplan“ von Devolver Digital ist ein Klicker. In diesem Genre kommt es einzig darauf an, möglichst oft auf den Bildschirm zu tippen. Was langweilig klingt, birgt erhebliches Suchtpotentz ial. Im Falle von „Spaceplan“ erwacht ein Computer zum Leben. Der Spieler muss ihm Strom verschaffen – durch Fingertipper und -wischer auf dem Bildschirm. Dabei wird auch Stück für Stück eine Geschichte erzählt.

Im weiteren Verlauf gilt es eine geheimnisvolle rote Welt zu erforschen und herauszufinden, was eigentlich passiert ist und wo man sich befindet. Und auch, warum der Computer will, dass man Kartoffeln baut. Mit Klicks wird Energie erzeugt, die kann zum Ausbau von Strommodulen und anderen Gegenständen genutzt werden. Schnell werden neue Technologien freigeschaltet, die höhere Wattzahlen ermöglichen – aber auch neue Hindernisse. Der skurrile Aufbau und die sich entwickelnde Geschichte machen „Spaceplan“ zu einem absurd fesselnden Erlebnis. Das Spiel kostet 3,49 Euro (iOS) und 3,29 Euro (Android).

First Person Shooter auf dem Smartphone waren bislang keine Konkurrenz für ihre Konsolen-Brüder – besonders im Multiplayer. Die Steuerung per Touchscreen ist bislang einfach zu schlecht.

„Guns of Boom“ von Game Insight behebt diesen Makel nicht ganz, macht aber vieles besser. In dem bunten Multiplayer-Shooter spielen Teams mit je vier Spielern gegeneinander, um in Fünf-Minuten-Gefechten möglichst viele Abschüsse zu sammeln. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt und kann den verdienten Lohn gegen bessere Ausrüstung tauschen.

Das Gameplay ist schnell und dank gelungener Steuerung sehr spaßig. Die Gefechte vergehen wie im Flug. Da ist es auch egal, dass „Guns of Boom“ keinen Single-Player-Modus oder eine Geschichte besitzt. Das Spiel konzentriert sich voll auf seine Stärken. Fans von Multiplayer-Shootern sollten daher einen Blick auf das kostenlose Spiel für iOS und Android riskieren.

Nintendo besinnt sich gerne auf alte Tugenden und Marken zurück. So legen sie das 25 Jahre alte Spiel „Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia“ neu auf. Was nach Resteverwertung klingt, entpuppt sich als komplett neues Spielerlebnis und eines der besten Rollenspiele für den Nintendo 3DS.

Der entzweite Kontinent Valentia ist von Kriegen zerrüttet. Die beiden Helden Alm und Celica übernehmen die Verantwortung, den Frieden zurückzubringen, müssen dafür aber selbst viele Schlachten schlagen. Wie immer bei der „Fire Emblem“-Reihe spielen Strategie und Taktik eine große Rolle. „Shadows of Valentia“ wurde von Grund auf neu gestaltet und ist ein Genuss für Augen und Ohren.

Freunde von japanischen Rollenspielen können für etwa 40 Euro beherzt zugreifen.

Benjamin Krüger

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