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Turbo-Internet für alle: Dobrindt startet Förderprogramm

Berlin Turbo-Internet für alle: Dobrindt startet Förderprogramm

Bis zum Jahr 2018 soll jeder Bürger in Deutschland über einen schnellen Netzanschluss verfügen - auch wenn er auf dem Land wohnt. Mit Millionen-Aufwand will die Bundesregierung das Ziel erreichen. Die Details des Förderprogramms sind allerdings umstritten.

Berlin. Die Bundesregierung startet das milliardenschwere Förderprogramm für den Breitbandausbau in Deutschland. „Wir machen einen großer Schritt auf dem Weg für das Turbo-Internet für alle“, sagte der zuständige Minister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Vergabe der ersten 55 Förderbescheide.

Dadurch sollen Kommunen und Landkreise mit bis zu 15 Millionen Euro für jedes Netzausbauprojekt unterstützt werden. Ziel sei es, die weißen Flächen auf der Landkarte zu schließen.

„Mit den Förderbescheiden bringen wir mehr als 500 000 Haushalte ans superschnelle Breitband“, sagte Dobrindt. 26 000 Kilometer Glasfaser würden gelegt. In der ersten Runde profitieren laut dem Minister besonders Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, da diese Bundesländer frühzeitig Anträge gestellt hätten.

Nach der Anzahl der Förderbescheide führt Mecklenburg-Vorpommern die Liste mit 24 Bescheiden an, gefolgt von Sachsen-Anhalt (sieben), Niedersachsen (sechs) und Nordrhein-Westfalen (vier). Allein in den Landkreis Rostock fließen rund 27 Millionen Euro.

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, dass bis 2018 jeder in Deutschland die Möglichkeit haben soll, mit einer Mindestgeschwindigkeit von 50 Mbit/Sekunde ins Netz zu gehen.

Das Bundesverkehrsministerium vergibt nun in der ersten Runde 420 Millionen Euro Fördermittel und ermöglicht damit Netzinvestitionen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro. Bis 2018 will die Bundesregierung den Ausbau schneller Internet-Verbindungen mit 2,7 Milliarden Euro unterstützen.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner wertete das Breitbandförderprogramm als einen „Schuss in den Ofen“. Es setze auf kurzfristigen Jubel und nicht auf nachhaltigen Erfolg. Die Förderkriterien für das Programm seien zu kurzsichtig gedacht. „So wird viel Geld in alte Kupferleitungen gesteckt, statt in zukunftsfähige Glasfasern.“ Die Folge werde ein zweites Förderprogramm in der Zukunft sein, das viel Geld und Zeit kosten werde.

dpa

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