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Wikipedia-Gründer plant Nachrichtenportal gegen Fake News

«WikiTribune» Wikipedia-Gründer plant Nachrichtenportal gegen Fake News

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will mit einer neuen Nachrichtenplattform den Kampf gegen gefälschte Nachrichten im Netz aufnehmen.

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Der US-amerikanische Internet-Unternehmer und Hauptgründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales.

Quelle: Christoph Schmidt/archiv

London. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will mit einer neuen Nachrichtenplattform den Kampf gegen gefälschte Nachrichten im Netz aufnehmen.

Nach dem Prinzip des Online-Lexikons Wikipedia sollen die Nachrichten dabei von einer Gemeinschaft aus Mitarbeitern und Freiwilligen auf Fakten geprüft werden. „WikiTribune“ soll ebenfalls wie Wikipedia ohne Anzeigen auskommen und sich stattdessen über Spenden finanzieren. Das Nachrichten-Geschäft sei zerstört, aber man könne es reparieren, sagte Wales in einer Videoaufzeichnung.

Im Netz habe die Finanzierung über Anzeigen vor allem dazu geführt, dass Nachrichten um jeden Preis für Klick-Raten verbreitet würden - oft ohne jegliche Faktenkontrolle, sagt Wales. Dagegen wolle WikiTribune die Faktenlage der Nachrichten transparent gestalten.

Dafür sollen zum Start zunächst mindestens zehn Journalisten eingestellt werden. „Es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die das als eine vertrauenswürdige Plattform ansehen würden, sollte es richtig gemacht werden“, sagte Joshua Benton von der Harvard University dem Online-Portal der BBC. „Aber zehn bis 20 Leute werden es nicht schaffen, "die Nachrichten zu reparieren".“

„Ich glaube, wir befinden uns heute in einer Welt, in der die Menschen sich darum sorgen, dass wir qualitativ hochwertige und faktenbasierte Informationen bekommen“, sagte Wales der BBC. „Deshalb glaube ich, dass es eine Nachfrage für so etwas gibt.“ Zu den ersten Unterstützern gehören laut WikiTribute der Autor und Unternehmer Guy Kawasaki, das britische Model Lily Cole sowie der amerikanische Journalist und Netzaktivist Jeff Jarvis. BBC führt zudem noch den amerikanischen Rechtsprofessor Larry Lessig auf.

dpa

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