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Stichlinge erneut auf Titelkurs?

Stichlinge erneut auf Titelkurs?

Die Redakteure aus Bad Doberan treten mit einer musikalischen Ausgabe an

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„Stichlinge“ erneut auf Titelkurs?

Die Redaktion der Bad Doberaner Schülerzeitung „Stichling“ arbeitet selbstständig und in der Freizeit.

Quelle: Foto: Privat

Um „Sex, Drugs und Rock’n Roll“ dreht sich die Ausgabe des Stichlings, den die jungen Medienmacher beim Schülerzeitungswettbewerb eingereicht haben. „Über Sexualität wollten wir schon lange mal etwas machen“, sagt Chrefredakteurin Clara Schulz (17). „Die Frage war dann nur noch: Wie verpacken wir’s, damit auch jüngere Schüler und Schülerinnen etwas dazu schreiben können.“

Zur Redaktion des Stichlings gehören Schüler und Schülerinnen von der neunten bis zur zwölften Klasse. Das Thema „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ habe allen gefallen, weil es so schön provokant sei, sagt Clara. Dementsprechend provokante, zur Diskussion auffordernde Beiträge haben sie geschrieben. Es geht unter anderem um Dissexualität, Homosexuallität, Vorurteile und Klischees. „Wir haben uns auch damit auseinandergesetzt, wie Drogenabhängige behandelt werden“, ergänzt Clara. Provokant sind auch „10 Gründe, warum Cannabis legalisiert werden sollte“.

Übers Schulgeschehen schreiben die Stichlinge kaum. „Da passiert einfach zu wenig“, begründet es Clara. Die Rubrik „Schulgeschehen“ gibt es dennoch, außerdem noch „Thema“, „Meinungstool“, „Freie Zeit“ und auch ein Editorial gehört grundsätzlich mit dazu.

Stolz ist Clara auf die selbst gezeichneten Bilder einer begabten Schülerin. „Sie hat auch unser aktuelles Cover gestaltet.“

Viel Arbeit steckt in jeder Stichling-Ausgabe. Arbeit, die die Redakteure in ihrer Freizeit erledigen – ohne Unterstützung eines Pädagogen. „Wir sind stolz darauf, dass wir so selbstständig arbeiten“, sagt Clara. Der langjährigen erfahrenen Chefredakteurin gefällt auch, dass in ihrem Team viel, aber konstruktiv diskutiert werde. „Manchmal befürchte ich aber, dass wir Älteren zu autoritär rüberkommen.“ Sorgen macht ihr auch, dass trotz engagierter Werbung von 900 Schülern und Schülerinnen am Friderico-Francisceum nicht mal 200 eine Zeitung kauften. „Von 200 Heften, die wir drucken, gehen regelmäßig nicht alle weg“, sagt Clara – und das, obwohl die Zeitung mit einem Euro für Schüler und 2 Euro für Lehrer erschwinglich ist.

Ob sie unter Druck stehen, weil sie als Titelverteidiger antreten? „Nicht besonders“, sagt Clara. Druck sei generell nicht zu vermeiden, weil sie alle ehrgeizig seien. Hoffnungen machen sie sich auf einen erneuten Titelgewinn und können das Preis-Geld mehr als gut gebrauchen. „Wir werden es wieder komplett in die Zeitung investieren, da bleibt nichts übrig.“

OZ

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