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Auf der Jagd nach einer guten Idee: Existenzgründer mit Visionen

Startups: Junge Leute in Mecklenburg-Vorpommern gründen ihr eigenes Unternehmen Auf der Jagd nach einer guten Idee: Existenzgründer mit Visionen

Wer träumt nicht davon, sein eigener Chef zu sein? Doch das ist leichter gesagt als getan, wie auch viele junge Leute hier in MV wissen. Der OZelot stellt zwei Startups vor und zeigt, wie man erfolgreich durchstartet.

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Jungunternehmerin Steffi Wulf (28) und ihr ganzer Stolz: Das „Insect“. Junge Leute in Mecklenburg-Vorpommern gründen ihr eigenes Unternehmen Auf der Jagd nach einer guten Idee: Existenzgründer mit Visionen Wer träumt nicht davon, sein eigener Chef zu sein? Doch das ist leichter gesagt als getan, wie auch viele junge Leute hier in MV wissen. Der OZelot stellt zwei Startups vor und zeigt, wie man erfolgreich durchstartet. Es ist zehn cm lang, zwei cm breit, grau und unscheinbar: Das „Insect“. Doch in dem kleinen elektronischen Gerät steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag — es macht ein Fahrrad nicht nur diebstahlsicherer, es fungiert auch als Peilsender, sollte das Rad dennoch gestohlen werden.   Die Idee dazu stammt von den „Fahrradjägern“, einem Startup-Unternehmen, das 2014 von dem jungen Paar Steffi Wulf (28) und Martin Jäger (30) gegründet wurde. „Nachdem Martin bereits das fünfte Rad gestohlen worden war, wollten wir endlich etwas gegen die stetig steigenden Diebstahlzahlen unternehmen“, erzählt Steffi. Das war im Jahr 2012 . Damals studierten die beiden noch und gingen ihrer Idee eher halbherzig nach. „Uns fehlte einfach die Zeit“, sagt die Jungunternehmerin. Zunächst erstellten sie lediglich eine Homepage (www.fahrradjaeger.de), auf der man seinen Drahtesel registrieren, einen Diebstahl melden und Hilfe von der dortigen Community erwarten kann. Als das Gründerpaar nach dem Studium auch noch für ein halbes Jahr nach Neuseeland ging, drohte seine Unternehmensidee ganz im Sande zu verlaufen. Doch dann erwachte der Ehrgeiz der Rostocker zu neuem Leben. „Wir beschlossen, das Projekt Fahrradjäger noch einmal richtig aufzurollen“, erzählt die Gründerin.   Allerdings gab es einige Anfangsschwierigkeiten: Um genügend Startkapital für ihr Unternehmen zu sammeln, wollten Steffi und Martin Crowdfunding nutzen, sich also durch Investoren finanzieren lassen. Jedoch stieß ihre erste Produktidee auf den Plattformen für Crowdfunding auf wenig Zuspruch. Doch nun aufgeben? Das kam für das junge Paar nicht in Frage; es musste eine Lösung her. Und die sah folgendermaßen aus: Steffi und Martin zogen los, um mit den potenziellen Kunden selbst zu sprechen — den Fahrradfahrern. „Wir wollten wissen, wie groß und schwer Zubehör sein darf und welche Funktionen als sinnvoll erachtet werden“, erzählt Steffi. Dabei heraus kam also das „Insect“. Das kleine Gerät zielt genau auf das ab, was die Fahrradjäger von Anfang an wollten — den Fahrraddieben das Handwerk legen.   Und so funktioniert es: Das Kästchen wird an den Fahrradrahmen geschraubt, wobei es sich optimal an die Form des Rahmens anpasst und somit diebstahlsicher ist. Vorab ist eine Registrierung auf Fahrradjäger.de erforderlich, dann verbindet sich die Elektronik via Bluetooth mit dem Smartphone des Radbesitzers. Dazu ist jedoch die kostenlose Fahrradjäger-App nötig. Entfernt sich der Besitzer, stellt sich „Insect“ scharf und schlägt Alarm, sobald jemand versucht, das Rad zu stehlen. Das Gute daran ist: nicht nur der Eigentümer wird per App informiert, sondern auch alle Leute, die sich in der näheren Umgebung befinden und die App nutzen. So kann auch fremde Hilfe herbeieilen. Schafft der Dieb es dennoch zu entkommen, agiert „Insect“ als Peilsender und informiert weiterhin sämtliche User, die sich in der Nähe des gestohlenen Objekts befinden.   „Mit dieser Idee konnten wir dann auch endlich Investoren über Crowdfunding für uns begeistern und die Entwicklung im Frühjahr 2015 beginnen“, freut sich Steffi. Vor dem endgültigen Startschuss mussten aber natürlich Mitarbeiter eingestellt werden: Vier junge Männer sind neben Steffi und Martin für sämtliche Belange des Startups zuständig. Zwei weitere Angestellte auf Zeit entwickeln die App. Diese wird spätestens im Mai für jeden kostenlos verfügbar sein. Auch der Prototyp von „Insect“ ist bereits fertig. Jetzt werden noch Elektronik, Gehäuse sowie Design optimiert. Das fertige Modell wird vorraussichtlich ab November für einmalige 50 Euro erhältlich sein. Im Moment kann man ein „Insect“ bereits für 40 Euro vorbestellen.   Nebenbei muss sich natürlich immer weiter um die Finanzierung gekümmert werden, denn aktuell haben die „Fahrradjäger“ noch keine Einnahmen. „Wir sind aktiv in Investorenforen unterwegs und vermarkten uns auf Veranstaltungen“, sagt Steffi. Einen großen Erfolg können die Jungunternehmer bereits verbuchen: Im Oktober 2015 haben sie den Förderpreis „Gründen-Live“ gewonnen, wie die Jungunternehmerin stolz berichtet. Die Arbeit wird jedoch so schnell nicht weniger werden, wie sie weiß: „Wir werden kontinuierlich an Verbesserungen arbeiten und denken bereits über deutschlandweite Pilotprojekte nach.“ Startups: Junge Leute in Mecklenburg-Vorpommern gründen ihr eigenes Unternehmen Auf der Jagd nach einer guten Idee: Existenzgründer mit Visionen Wer träumt nicht davon, sein eigener Chef zu sein? Doch das ist leichter gesagt als getan, wie auch viele junge Leute hier in MV wissen. Der OZelot stellt zwei Startups vor und zeigt, wie man erfolgreich durchstartet. Es ist zehn cm lang, zwei cm breit, grau und unscheinbar: Das „Insect“. Doch in dem kleinen elektronischen Gerät steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag — es macht ein Fahrrad nicht nur diebstahlsicherer, es fungiert auch als Peilsender, sollte das Rad dennoch gestohlen werden.   Die Idee dazu stammt von den „Fahrradjägern“, einem Startup-Unternehmen, das 2014 von dem jungen Paar Steffi Wulf (28) und Martin Jäger (30) gegründet wurde. „Nachdem Martin bereits das fünfte Rad gestohlen worden war, wollten wir endlich etwas gegen die stetig steigenden Diebstahlzahlen unternehmen“, erzählt Steffi. Das war im Jahr 2012 . Damals studierten die beiden noch und gingen ihrer Idee eher halbherzig nach. „Uns fehlte einfach die Zeit“, sagt die Jungunternehmerin. Zunächst erstellten sie lediglich eine Homepage (www.fahrradjaeger.de), auf der man seinen Drahtesel registrieren, einen Diebstahl melden und Hilfe von der dortigen Community erwarten kann. Als das Gründerpaar nach dem Studium auch noch für ein halbes Jahr nach Neuseeland ging, drohte seine Unternehmensidee ganz im Sande zu verlaufen. Doch dann erwachte der Ehrgeiz der Rostocker zu neuem Leben. „Wir beschlossen, das Projekt Fahrradjäger noch einmal richtig aufzurollen“, erzählt die Gründerin.   Allerdings gab es einige Anfangsschwierigkeiten: Um genügend Startkapital für ihr Unternehmen zu sammeln, wollten Steffi und Martin Crowdfunding nutzen, sich also durch Investoren finanzieren lassen. Jedoch stieß ihre erste Produktidee auf den Plattformen für Crowdfunding auf wenig Zuspruch. Doch nun aufgeben? Das kam für das junge Paar nicht in Frage; es musste eine Lösung her. Und die sah folgendermaßen aus: Steffi und Martin zogen los, um mit den potenziellen Kunden selbst zu sprechen — den Fahrradfahrern. „Wir wollten wissen, wie groß und schwer Zubehör sein darf und welche Funktionen als sinnvoll erachtet werden“, erzählt Steffi. Dabei heraus kam also das „Insect“. Das kleine Gerät zielt genau auf das ab, was die Fahrradjäger von Anfang an wollten — den Fahrraddieben das Handwerk legen.   Und so funktioniert es: Das Kästchen wird an den Fahrradrahmen geschraubt, wobei es sich optimal an die Form des Rahmens anpasst und somit diebstahlsicher ist. Vorab ist eine Registrierung auf Fahrradjäger.de erforderlich, dann verbindet sich die Elektronik via Bluetooth mit dem Smartphone des Radbesitzers. Dazu ist jedoch die kostenlose Fahrradjäger-App nötig. Entfernt sich der Besitzer, stellt sich „Insect“ scharf und schlägt Alarm, sobald jemand versucht, das Rad zu stehlen. Das Gute daran ist: nicht nur der Eigentümer wird per App informiert, sondern auch alle Leute, die sich in der näheren Umgebung befinden und die App nutzen. So kann auch fremde Hilfe herbeieilen. Schafft der Dieb es dennoch zu entkommen, agiert „Insect“ als Peilsender und informiert weiterhin sämtliche User, die sich in der Nähe des gestohlenen Objekts befinden.   „Mit dieser Idee konnten wir dann auch endlich Investoren über Crowdfunding für uns begeistern und die Entwicklung im Frühjahr 2015 beginnen“, freut sich Steffi. Vor dem endgültigen Startschuss mussten aber natürlich Mitarbeiter eingestellt werden: Vier junge Männer sind neben Steffi und Martin für sämtliche Belange des Startups zuständig. Zwei weitere Angestellte auf Zeit entwickeln die App. Diese wird spätestens im Mai für jeden kostenlos verfügbar sein. Auch der Prototyp von „Insect“ ist bereits fertig. Jetzt werden noch Elektronik, Gehäuse sowie Design optimiert. Das fertige Modell wird vorraussichtlich ab November für einmalige 50 Euro erhältlich sein. Im Moment kann man ein „Insect“ bereits für 40 Euro vorbestellen.   Nebenbei muss sich natürlich immer weiter um die Finanzierung gekümmert werden, denn aktuell haben die „Fahrradjäger“ noch keine Einnahmen. „Wir sind aktiv in Investorenforen unterwegs und vermarkten uns auf Veranstaltungen“, sagt Steffi. Einen großen Erfolg können die Jungunternehmer bereits verbuchen: Im Oktober 2015 haben sie den Förderpreis „Gründen-Live“ gewonnen, wie die Jungunternehmerin stolz berichtet. Die Arbeit wird jedoch so schnell nicht weniger werden, wie sie weiß: „Wir werden kontinuierlich an Verbesserungen arbeiten und denken bereits über deutschlandweite Pilotprojekte nach.“

Quelle: Dietmar Lilienthal Startups:

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