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Gleich zwei junge Leute aus MV sind beim bundesweiten Fotowettbewerb „Blende“ unter den ersten zehn gelandet / Die Wismarerin Martha Hoot hat sogar einen ersten Platz belegt

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Mit diesem bearbeiteten Foto hat die Wismarerin die Fach-Jury überzeugt und einen ersten Preis gewonnen.

Quelle: Martha Hoot

Sie denkt nicht lange nach, sie drückt einfach auf den Auslöser. „Das Wichtigste ist, dass die Stimmung und das Licht passen“, sagt Martha Hoot (18) aus Wismar. Wenn beides passt, entstehen oft wunderschöne Fotos. Wie das des Schmetterlings, das auch die Jury des Fotowettbewerbs „Blende“ überzeugte. „Ich habe mich wirklich wahnsinnig über den Preis gefreut“, sagt Martha. Vor allem ist sie jetzt stolze Besitzerin einer hochwertigen Digitalkamera und muss sich nicht mehr die ihrer Eltern leihen, wenn sie Bilder machen möchte.

OZ-Bild

Gleich zwei junge Leute aus MV sind beim bundesweiten Fotowettbewerb „Blende“ unter den ersten zehn gelandet / Die Wismarerin Martha Hoot hat sogar einen ersten Platz belegt

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Unter 82 000 Bild-Einsendungen — so viele wie noch nie in der Geschichte des Wettbewerbs — wählte die Fach-Jury in der 41. Runde des Fotowettbewerbes die besten aus. Martha Hoot hatte ihre Aufnahme in der Kategorie „Tierisches — Tierisch gut“ für Jugendliche bis zu 18 Jahren eingereicht — und damit den 1. Sonderpreis gewonnen. „Mit ihrer Aufnahme“, so die Juroren der bundesweiten Endausscheidung, „ist der Nachwuchsfotografin eine herausragende Makrofotografie gelungen, die zum einen von der Farbkomposition mit prägnantem Komplementärkontrast und zum anderen auch vom gelungenen Bildaufbau lebt.“ Insgesamt lobt die Jury insbesondere den fotografischen Nachwuchs. „Er spielt intensiv mit der Kraft und der Macht der Bilder, die nachhaltig Geschichten erzählen.“

Martha hatte den Schmetterling eigentlich für ihre Homepage gemacht, ihn dann aber kurzentschlossen zusammen mit anderen Bildern beim Wettbewerb eingereicht. „Er ist etwas bearbeitet. Ich habe ihn dunkler gemacht und die Farben angepasst“, sagt Martha. Bei „Blende“ hat sie das erste Mal mitgemacht — zusammen mit ihrer Freundin, mit der sie auch einen Foto-Blog betreibt (http://fm-fotoblog.de).

Makro-Aufnahmen wie den Schmetterling macht Martha besonders gerne. Jetzt mit der neuen Kamera will sie aber unbedingt mal an die Ostsee fahren und an der Steilküste Fotos mit Langzeitbelichtung machen. „Nach Rügen würde ich dazu gerne fahren.“ Fotografin will Martha nicht werden — „da sind die Jobchancen zu schlecht“, sagt sie — aber irgendetwas mit Design und Technik. In

solche Richtungen gehen auch die beruflichen Vorstellungen des zweiten Preisträgers Jonas Oelke. „Medieninformatik würde ich gerne studieren“, sagt er. Wenn er es schafft, von der Fotografie zu leben, wäre das für ihn aber auch eine Option. Im kleinen Dorf Sundhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) lebt der 17-Jährige und hat für sein Bild mit dem Titel „Geh Wählen“ einen 6. Sonderpreis in der Kategorie „Auf der Straße“ gewonnen. Auch er erhält dafür unter anderem eine Digitalkamera.

Die meisten Bilder entstehen bei Jonas spontan. So war es auch beim Siegerbild. „In Hamburg habe ich eine Wahlwerbung auf dem Boden gesehen und hatte spontan die Idee, dieses Bild mit meinem eigenen Schatten zu kombinieren.“

Fotografieren ist für Jonas heute eine Form von Entspannung: „Am Anfang mochte ich vor allem das Gefühl, eine Kamera in der Hand zu halten und das Geräusch, wenn sie ,klick‘ macht“, sagt Jonas und grinst dabei. Je mehr Erfahrung er sammelte und je mehr Wissen er sich über Fotografie aneignete, desto wichtiger wurden ihm dann auch technische Details. Wo er besonders gerne fotografiert? „Für gute Fotos braucht man keinen speziellen Ort“, sagt Jonas. Vielmehr könnten tolle Bilder überall entstehen. Es komme halt drauf an, was man daraus mache. Der Schüler fotografiert gerne Landschaften, macht Makrofotografien und seit neuestem lichtet er auch häufiger Menschen ab. „Das ist etwas ganz anderes, als Landschaften zu fotografieren“, sagt er. Man müsse öfter abdrücken und spontaner sein.

„Das liegt mir aber, weil ich ein spontaner Typ bin, der gerne kommuniziert.“ Fotografieren bedeutet für Jonas Kommunikation — das ist es, was ihm besonders Spaß daran macht.

Immer hat er seine Kamera allerdings nicht dabei, ganz bewusst: „Manchmal kann es auch Momente zerstören, wenn man seine Kamera herausholt.“ Wie Martha betreibt auch Jonas einen eigenen Blog und berichtet dort über Fotografie und alles, was ihn sonst so bewegt (http://jonas-oelke.de).

Der Nachwuchs brilliert!

Ein Mal im Jahr können Nachwuchs-Fotografen ihre besten Bilder beim Fotowettbewerb „Blende“ einreichen. Die Ostsee-Zeitung beteiligt sich als eine von über 50 Redaktionen beim Wettbewerb. In der 41. Runde haben Leser bundesweit über 82 000 Fotos eingesendet. Erstmalig hatten alle jungen Fotografen unter 18 Jahren die Chance, sich direkt für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren.

Martha Hoot aus Wismar hat in der Kategorie „Tierisches — Tierisch gut“ den ersten Sonderpreis und damit Fachbücher und eine digitale Kompaktkamera gewonnen. Den sechsten Sonderpreis zum Thema „Auf der Straße“ gewann Jonas Oelke aus Sundhagen. Bei den über 18-Jährigen schnitt die OZelot-Leserin Diana Scheffler am besten ab. Sie landete mit ihrem Bild „One Night in HST“ auf dem 27.

Platz. Zum Fotowettbewerb 2016 ruft der OZelot in ein paar Wochen auf.

• Online: www.prophoto-online.de

Von Nele Baumann

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