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Köstliches am Straßenrand

Köstliches am Straßenrand

Einen leckeren Snack vom fahrbaren Straßenstand? „Street Food“ ist beliebt und nicht mit „Fast Food“ gleichzusetzen. Am 15. April gastiert in Rostock ein Street-Food- Festival, das im Mai auch nach Greifswald kommt.

Wer regelmäßig Wochenmärkte in der Region besucht, hat es vielleicht schon bemerkt: Auf den fahrbaren Ständen gibt es nicht nur das übliche Obst, die Brötchen oder die Wurst zu kaufen, sondern Händler bieten zunehmend auch sorgfältig zubereitete Snacks aus den verschiedensten Ländern an.

Alles, was beliebt ist, braucht ganz schnell einen trendigen Namen. Kleine Mahlzeiten, die ein „fahrender“ Händler anbietet, liegen im Trend und werden als „Street Food“ bezeichnet. Sie sind sogar so beliebt, dass ganze Street-Food-Festivals mit vielfältigen kulinarischen Angeboten von Stadt zu Stadt reisen.

Eines der größten Festivals dieser Art kommt vom 15. bis zum 17. April nach Rostock und vom 12. bis 14. Mai nach Greifswald. An mehr als 50 Ständen können Gäste die teilweise exotischen, allesamt sorgfältig zubereiteten Speisen kosten. Die internationale Streetfood-Szene wirbt damit, dass sie für biologisch hochwertige und nachhaltig erzeugte Lebensmittel steht: Hier kann also sogar mit gutem Gewissen geschlemmt werden.

Auch in Stralsund und Wismar stehen in diesem Frühling Street-Food-Events an. Heute können in Stralsund Hungrige am Neuen Markt die Garküchen Afrikas, Südostasiens und Lateinamerikas

testen, am 6. und 7. Mai in Wismar (Hafenpromenade).

Afrika, Asien und Lateinamerika – in diesen Regionen ernähren sich die meisten Menschen täglich von Street Food. Nach einer Studie der Food And Agriculture Organisation (FAO) aus dem Jahr 2007 ernähren sich 2,5 Milliarden Menschen täglich von Street Food und in Südamerika werden laut FAO in städtischen Haushalten bis zu 30 Prozent der Haushaltsausgaben für Streetfood ausgegeben.

Auch in Deutschland sieht die Lage heute ähnlich aus: Laut einer Studie des Martforschungsinstituts GfK Nürnberg ernähren sich 29 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland von Streetfood oder „To Go“-Lebensmitteln aus umliegenden Geschäften in ihrer Mittagspause.

Kulinarische Kreationen von fahrenden Händlern sind nicht gleichzusetzen mit billig produziertem Fast Food. Das haben die Magdeburger Daniel Heuer und Alexander Kopke spätestens bei einem Besuch in den USA bemerkt. Dort schlossen Restaurantbesitzer ihre Lokale und stiegen auf Food Trucks um. Diese Idee gefiel den beiden so gut, dass sie beschlossen, das Konzept auch in Deutschland auszuprobieren. Und es funktionierte. 2015 starteten sie in den großen Metropol-Städten Deutschlands und gingen dann ab 2016 auf Tour. „Es wird alles frisch zubereitet, was man auch schmeckt – jeder Händler kennt sein Produkt ganz genau“, sagt Daniel. Einige feste Trucks und Stände seien auf der Tour dabei sowie viele regionale Anbieter.

Bei den Gerichten ist viel Exotisches dabei: Besonders beliebt sind bei den Gästen laut Daniel unter anderem gebackenes Eis, Burger in allen Farben & Formen, Tapas, Thaifood, Smoothies, Handmade-Burger, vegane Gerichte und frittierte Insekten. Auch Fleisch von Krokodilen oder Giraffen gehört mit zum Angebot. Wer sich unsicher ist, ob eines der exotischen Gerichte ihm auch wirklich schmeckt, für den gibt’s auch Probierportionen.

Live- und DJ-Musik untermalt das kulinarische Programm.

Nele Baumann

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