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Schön kuschelig!

Wintersaison 2016/2017: Selbstgemachte Mützen sind im Trend Schön kuschelig!

Ob gekauft, selbst genäht, gehäkelt oder gestrickt: Mützen dürfen zu keinem Winteroutfit fehlen / Gedeckte Pastell- und Beerentöne sowie knallige Farben liegen im Trend, aber auch Hüte sind angesagt

Ob kurz, lang, einfarbig oder gestreift – Mützen gehören zum Winter wie Schnee zum Skifahren. Doch nicht nur auf der Piste werden in dieser Saison die Köpfe gewärmt. Hüte und Mützen krönen auch im kalten Alltag jedes Outfit. Erlaubt ist dabei fast alles: Kuschelige, leicht hängende Strickmützen sind bei Frauen ebenso gefragt wie Filzhüte mit großen Krempen; Herren tragen auch Filz, Hüte im Great-Gatsby-Stil oder klassische Schiebermützen der 1920er Jahre, erklärt Regina Seidel, die einen Hutladen in Stralsund betreibt. „Beerenfarben und Grau sind Modefarben, aber auch Blautöne erleben eine Renaissance“, sagt die Expertin.

Ganz individuell ist man vor allem mit selbst gemachten Mützen unterwegs – egal ob genäht, gestrickt oder gehäkelt. Stricklieseln und Handarbeitsfanatiker decken sich in diesen Tagen wieder mit reichlich Wolle und Stoffen ein – und stellen in gemütlicher Runde mit Freunden oder allein ihr neues Lieblingsaccessoire her. Das entspannt nicht nur, sondern sieht auch noch toll aus.

„Kuschelig warm und haarig dürfen die Mützen auch in diesem Winter wieder sein“, erklärt Katja Gruner, Auszubildende in dem Handarbeitsladen Prünkist in Rostock. Neben Wolle, Garnen und Stoffen in allen möglichen Farben sammeln sich in dem Fachgeschäft auch fertige Mützen mit Streifen und Bommeln. „Gedeckte und pastellige Farben liegen im Trend. Aber auch grelles Pink wird getragen“, sagt die 23-Jährige.

Neonfarben treffen den Geschmack von Caroline Kluger allerdings nicht. Auch die 32-Jährige bevorzugt selbst gemachte Strickware. Ihre Wahl fällt dieses Mal auf Wolle in einem Orangebraun. „Das wird aber keine Mütze, sondern ein Pullunder für meinen Sohn. Das ist das Einzige, was ich gut stricken kann“, sagt Kluger und lacht.

Eine Kopfbedeckung nähen, stricken oder häkeln ist jedoch gar nicht schwer und kann schnell erlernt werden – in Volkshochschulkursen, Handarbeitsgruppen oder im Internet. Bei Youtube oder auf Blogs werden Techniken für Einsteiger und Fortgeschrittene erklärt. Eine Strick-Expertin im Netz ist Ines Kollwitz aus Lüdershagen. Von der Mütze bis zur Weihnachtsdekoration strickt sie alles, was sich aus Wolle herstellen lässt und vertreibt online die Anleitungen dafür (www.will-stricken.de). „Anfänger sollten mit etwas Einfachem beginnen, mit einem Schal zum Beispiel.“ So sei sie auch mit den Teilnehmern ihres VHS-Kurses in Ribnitz vorgegangen, den sie noch bis 16. November leitet. Mit ein wenig Übung klappt dann auch die Mütze. „Man ist am Ende sehr stolz und froh, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben. Das Glücksgefühl hält länger an als wenn man eine Mütze kauft“, sagt die Mutter von zwei Söhnen. Sie braucht als Profi nur einen oder zwei Abende, um eine Kopfbedeckung fertig zu stellen. Bei der Materialauswahl hat sie in diesem Jahr klare Favoriten. „Der Trend geht zu Grau und Silbertönen, knalligen Akzenten oder bunten Farbverläufen. Diese Farben verwende ich auch selbst gern“, erklärt Ines Kollwitz.

Inspiration kann man sich bei der Gestaltung aber auch bei den Mützen der Prominenten holen. So trägt etwa der Rocksänger Udo Lindenberg fast immer einen Filzhut. Allerdings spielen hier nicht nur modische Gründe eine Rolle. Er bedeckt mit dem Hut eine Narbe, die ihm eine ehemalige Geliebte zufügte. Das sagte er in einem Interview gegenüber der Zeitschrift Focus.

Ein prominenter „Hutträger des Jahres“ wird außerdem am 25. November gekürt. Die Auszeichnung erhielt im Vorjahr der im März verstorbene Sänger Roger Cicero.

Lisa Fritsche

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