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„Wir kommen in großer Besetzung“

„Wir kommen in großer Besetzung“

Der Remix-Künstler Felix Jaehn (22) geht erstmals live auf Tour und macht am 30. September Station im Rostocker Moya

Du gehst jetzt zum ersten Mal mit einer richtigen Live-Show auf Tour. Aufgeregt?

Felix Jaehn: Ja, ein bisschen, denn es ist doch etwas anderes, mit eigener Band auf der Bühne zu stehen. Sonst lege ich ja auf. Das hier ist eine ganz andere Form, wir kommen in großer Besetzung.

Die Tour beginnt am 22. September in Wien, am 30. September stehst du im Rostocker Moya auf der Bühne. Was ist denn live zu erwarten?

Felix: Ich werde mit vielen Musikern auf der Bühne stehen, unter anderem ist auch ein Trompeter dabei. Außerdem spiele ich viel aus meinem eigenen Repertoire, dabei auch viel Unveröffentlichtes von meiner kommenden CD. Das hat sich gut so ergeben. Denn als wir die Tour planten, war klar: Wir brauchten ein abendfüllendes Programm.

Du hattest also bei der Planung der Tour viele Freiheiten?

Felix: Absolut, das ging von der Auswahl der Songs bis hin zur Gestaltung des Bühnenbildes. Und was ich bei der kommenden Tour noch toll finde: Ich werde erstmals mit einem großen Nightliner-Bus auf Tour sein, sonst bin ich ja immer mit dem Flugzeug unterwegs.

Wann erscheint denn eigentlich deine neue CD?

Felix: Ich plane die Veröffentlichung für Anfang 2017.

Deine aktuelle Single heißt „Bonfire“, das dazugehörige Video hat bei Youtube inzwischen über 1,3 Millionen Klicks bekommen. Da singt die finnische Sängerin Alma. Wie kam denn die Zusammenarbeit mit ihr zustande?

Felix: Alma hat im selben Studio in Berlin aufgenommen, so sind wir in Kontakt gekommen, wir haben auch die gleiche Management-Agentur.

Das zu „Bonfire“ recht aufwendig gedrehte Video spielt in einer kargen Felslandschaft, die ein bisschen wie Afghanistan aussieht. Wo fanden eigentlich die Dreharbeiten statt?

Felix: Der Dreh war in einem Studio in Sofia, da war ich einen Tag und Alma hat dort zwei Tage gedreht.

Wenn man sich dieses Video anschaut, sieht man Alma und dich, aber man sieht vor allem viel Feuer, um euch herum explodieren Bomben und ihr spielt mit brennenden Kugeln Tennis. Was hat es denn eigentlich mit der Handlung von „Bonfire“ auf sich?

Felix: Das ist so eine Anti-Mobbing-Geschichte. Bonfire bedeutet ja Fegefeuer, und das Video soll symbolisieren, dass man stark sein muss und dass man auch kämpfen muss, um da wieder herauszukommen.

Im vergangenen Sommer hattest du zusammen mit Herbert Grönemeyer den EM-Song „Jeder für jeden“ aufgenommen, das war dann der offizielle ARD-Beitrag zur Fußball-Europameisterschaft. Wie ist denn eigentlich die Zusammenarbeit mit Herbert Grönemeyer zustande gekommen?

Felix: Ich habe zusammen mit Jerome Boateng, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer schon mit dem Song angefangen. Dann haben wir zusammen überlegt, mit wem wir zusammenarbeiten können.

Herbert Grönemeyer hat sofort zugesagt, das war schon toll.

Du hast mit „Cheerleader“ bereits 2014 einen Hit gelandet, 2015 folgte „Ain’t Nobody“ und 2016 kam „Bonfire“. Gibt’s eigentlich ein Geheimrezept, nach dem du vorgehst?

Felix: Geheimrezept? Es gibt so einen Witz im Musikbusiness, da werden die Praktikanten losgeschickt, um die Hit-Schablone zu suchen (lacht). Die gibt es natürlich nicht. Nein, ich entwickle meine Songs eigentlich auf dem Computer, experimentiere dabei viel, füge verschiedene Sounds zueinander, so entstehen die Songs.

Du kommst ja aus unserer Region, genauer gesagt aus der Gegend im Klützer Winkel. Bis du manchmal noch dort?

Felix: Ja, natürlich! Ich bin ja damals nach der Schule erst mal nach England gegangen, dann kam der Erfolg und ich bin viel in der Welt herumgekommen. Da ist es manchmal schwer, wieder richtig Ruhe zu finden.

Und? Ist es schön, wieder heimzukommen?

Felix: Es ist angenehm, nach einem aufregenden Alltag wieder herzukommen. Ich bin ja sehr viel unterwegs, ich war letztens unter anderem in Indien und in Panama. Jetzt lebe ich wieder hier in der Gegend.

Und freust du dich auch schon auf das Konzert in Rostock?

Felix: Klar!

Interview von Thorsten Czarkowski

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