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„Unsere Arbeit ist für alle wichtig!“

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Johannes Zeuner aus Stralsund ist ehrenamtlicher Feuerwehrmann

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Johannes Zeuner (26) in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr in Stralsund.

Quelle: Foto: Christian Rödel

Es ist wohl der Kindheitstraum von fast jedem Kind, später als Erwachsener einmal Feuerwehrmann zu werden. Johannes Zeuner aus Stralsund hatte diese Träume auch – und er hatte Vorbilder, in deren Fußstapfen er treten konnte. Bereits die Großeltern des 26-jährigen Hansestädters engagierten sich in ihrer Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr, und diese Leidenschaft hat auch Johannes früh gepackt. Mit zehn Jahren trat er in die Reihen der Stralsunder Jugendfeuerwehr ein und ist seitdem bei der Freiwilligen Feuerwehrleuten am Strelasund dabei – 16 Jahre ehrenamtliches Engagement liegen nun bereits hinter ihm. Vieles ist in dieser Zeit geschehen in seinem Leben: Nach dem Schulabschluss hat Johannes eine erfolgreiche Lehre zum Anlagenmechaniker absolviert und arbeitet nun in einer Sanitärinstallationsfirma.

Vor knapp zwei Jahren wurde der Stralsunder zum stellvertretendem Wehrführer gewählt und kommentierte diese ehrenvolle Beförderung so: „Jetzt trage ich eine noch größere Verantwortung, aber ich mache diese Arbeit trotzdem immer noch sehr gerne“, meint der 26-jährige Hansestädter und rechnet mal schnell nach, wie viele Stunden er in der Woche für die Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr in seiner Freizeit opfert. Auf durchschnittlich 15 Stunden Ehrenamtsarbeit in sieben Tagen kommt der frischgebackene stolze Vater einer achtwöchigen Tochter nach seiner überschlagsmäßigen Kopfrechnung.

Daraus folgt natürlich zwangsläufig die Frage: Wie bekommt man Familie, Beruf und Ehrenamtsjob unter einen Hut? Der junge Vater meint lächelnd. „Das geht schon, und meine Frau hat ja vorher lange genug gewusst, mit wem sie sich einlässt.“ Es sei natürlich wichtig, sich regelmäßig Auszeiten für die Familie und auch sich selbst zu nehmen, gibt der freiwillige Feuerwehrmann unumwunden zu.

Um nicht innerlich auszubrennen, sind diese Auszeiten ganz wichtig für alle Beteiligten. Doch es ist die Gemeinschaft, die Kameradschaft und die vielen Freundschaften mit den jungen Feuerwehrleuten, unter denen auch junge Mütter sind, die Johann motivieren, sich weiter zu engagieren. „Es mag sich jetzt zwar sehr abgedroschen anhören, aber ich tue es auch für die Gesellschaft, weil unsere Arbeit für die Allgemeinheit sehr wichtig ist und die Berufsfeuerwehr auf unser Engagement baut“, so Johannes mit tiefer Überzeugung in der Stimme.

Bei seiner Arbeit ist er auch schon mit dem Tod von Brandopfern konfrontiert worden. Wie geht er damit um? „Reden mit den Kameradinnen und Kameraden ist nach solchen tragischen Fällen die beste Therapie“, sagt Johannes nachdenklich, hält kurz inne und steigt Sekunden später zu seinem Chef in das Einsatzfahrzeug, weil der nächste Termin nach Feierabend ansteht.

Christian Rã¶del

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