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Astronomen präsentieren detaillierte Karte der Milchstraße

Bislang beste Karte Astronomen präsentieren detaillierte Karte der Milchstraße

Mit großen Radioteleskopen in Bonn und Australien haben Astronomen eine besondere Karte der Milchstraße und ihrer Umgebung aufgenommen.

Bonn. Mit großen Radioteleskopen in Bonn und Australien haben Astronomen eine besondere Karte der Milchstraße und ihrer Umgebung aufgenommen. Es ist die bislang genaueste Karte zur Verteilung von Wasserstoff in diesem Bereich.

Die Daten zeigen wesentlich detailliertere Strukturen des sogenannten interstellaren Mediums in der Milchstraße als bislang bekannt und können zudem helfen, andere Beobachtungen zu verbessern, wie das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn mitteilte. Die Forscher präsentieren die Karte im Journal „Astronomy & Astrophysics“.

Die Karte setze Maßstäbe für Jahrzehnte, unterstrich Projektleiter Jürgen Kerp von der Universität Bonn. Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum. Es ist schon direkt nach dem Urknall entstanden. Aus seiner Verteilung lässt sich daher viel über kosmische Strukturen lernen. Nach Angaben der Forscher wurden etwa winzige Wolken sichtbar, die anscheinend seit Milliarden von Jahren zur Sternentwicklung in der Milchstraße beizutragen.

Die Forscher suchten mit dem Radioteleskop Effelsberg bei Bonn von 100 Metern Durchmesser und dem etwas kleineren Parkes-Radioteleskop in Australien nach Wasserstoff. Sie maßen dafür eine sehr schwache, aber charakteristische Radiostrahlung mit 21 Zentimetern Wellenlänge, die atomarer Wasserstoff ausstrahlt.

Aus mehr als einer Million einzelnen Beobachtungen kombinierten sie in tausenden Stunden Rechenzeit die bislang besten Karte des gesamten Himmels im Licht der 21-Zentimeter-Linie. Sie zeigt nicht nur unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, als zentrales leuchtendes Band mit zahlreichen feinen Strukturen, sondern unter anderem auch die Wasserstoffstrahlung der Satellitengalaxien Große und Kleine Magellan'sche Wolke sowie der 2,5 Millionen Lichtjahre entfernten Andromeda-Galaxie (Katalognummer M31) und des benachbarten Dreiecksnebels (M33).

dpa

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