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Elefanten-Jagd kostet Afrikas Tourismus pro Jahr 23 Mio Euro

Studie Elefanten-Jagd kostet Afrikas Tourismus pro Jahr 23 Mio Euro

Tausende Elefanten werden jährlich in Afrika gewildert. Das hält auch Touristen fern. Der Schutz der Tiere sei nicht nur eine moralische, sondern auch eine wirtschaftliche Frage, sagen Forscher.

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Tausende Elefanten werden jährlich in Afrika gewildert.

Quelle: Alex Hofford/wildaid /handout/archiv

Nairobi. Die illegale Jagd auf Elefanten verursacht in Afrika einer Studie zufolge Tourismus-Einbußen in Höhe von jährlich rund 25 Millionen Dollar (rund 23 Millionen Euro).

Investitionen in den Schutz der Tiere seien deshalb nicht nur eine ethische Frage, sondern zahlten sich auch wirtschaftlich aus, schreiben Forscher in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung. Ihr Argument: Wo viele Elefanten gewildert werden, blieben auch die Touristen aus.

Zwischen 20 000 und 30 000 Elefanten werden nach Angaben der Umweltorganisation WWF jährlich von Wilderern wegen ihrer Stoßzähne getötet. Neben dem WWF waren Forscher der US-amerikanischen Universitäten von Vermont und Cambridge an der Studie beteiligt. Sie ist im Fachjournal „Nature Communications“ publiziert worden.

„Unsere Forschungen zeigen nun, das Investitionen in den Schutz von Elefanten eine kluge Wirtschaftsstrategie für viele afrikanische Länder sind“, sagte Studienleiter Robin Naidoo vom WWF. „Für jeden Dollar, der etwa in den Schutz von Elefanten in Ostafrika investiert wird, bekommt man 1,78 Dollar zurück“, erklärte Brendan Fisher, Ökonom an der Universität von Vermont. „Das ist ein gutes Geschäft.“

Ihre Berechnungen gelten nicht für Zentralafrika, wie die Forscher betonen. Denn dort seien Elefanten in den abgelegenen Waldregionen schwer zu beobachten und der Tourismus nicht so ausgeprägt.

Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) leben in Afrika nur noch etwa 415 000 Elefanten - Afrikanische Elefanten und die kleineren Waldelefanten. Die IUCN beklagt einen starken Anstieg der Wilderei in den vergangenen Jahren vor allem in Ostafrika.

Ein Verbot des internationalen Elfenbeinhandels wurde 1989 beschlossen. Bei der 17. Welt-Artenschutzkonferenz in Südafrika Ende September hatten die Länder Namibia und Simbabwe Anträge zur Lockerung des Verbots eingereicht. Sie wurden von einer überwältigenden Mehrheit der 183 Mitgliedsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) abgelehnt. Gleichzeitig scheiterten jedoch Anträge für einen strengeren Schutz von Elefanten in Südafrika, Botsuana, Namibia und Simbabwe.

dpa

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