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Naturschützer fordern besseren Schutz von Schneeleoparden

Im Bestand gefährdet Naturschützer fordern besseren Schutz von Schneeleoparden

Immer mehr Schneeleoparden in den Hochgebirgsregionen Asiens werden von Bauern getötet, die ihr Vieh verteidigen wollen. Der WWF fordert mehr Hilfen für sie, damit die seltenen Großkatzen nicht aussterben.

Berlin. Für einen besseren Schutz von Schneeleoparden fordert die Umweltorganisation WWF mehr Unterstützung für Bauern in Asiens Bergregionen und härtere Maßnahmen gegen Wilderei.

Denn die grazile Großkatze mit dem langen weißgrau-gepunkteten Fell, die in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens und im Himalaya lebt, ist in ihrem Bestand bedroht. Nach WWF-Angaben gibt nur noch etwa 4000 freilebende Tiere, rund ein Fünftel weniger als vor 20 Jahren. Für Sonntag hätten die Vereinten Nationen den „Tag des Schneeleoparden“ ausgerufen, teilte der WWF am Freitag mit. Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) prüfe zur Zeit Maßnahmen zum besseren Schutz der Großkatzen.

Jedes Jahr würden bis zu 450 Schneeleoparden getötet, sagt WWF-Sprecherin Wiebke Elbe. Doch nur rund ein Fünftel der Tiere falle Wilderern zum Opfer, die das Fell zu hohen Preisen auf dem Schwarzmarkt verkauften. In mehr als der Hälfte der Fälle töteten inzwischen Bergbauern die Raubtiere, um ihr Vieh zu verteidigen oder Schneeleoparden aus Rache für gerissene Weidetiere umzubringen. Ein weiteres Fünftel der Großkatzen verende in Schlingen oder Eisen-Schnappfallen, die für andere Tiere gedacht seien. In der Mongolei gibt demnach es für Hirten inzwischen einen Anreiz, solche Fallen abzubauen: Sie können sie beim WWF gegen Haushaltsgegenstände eintauschen.

„Wenn wir die Wilderei nicht zügig abbremsen, können wir Schneeleoparden bald nur noch im Zoo bewundern“, warnt Stefanie Lang, Leiterin Naturschutz Asien beim WWF Deutschland. Deshalb sollten Landwirte in Asien beim Bau von Schutzzäunen für ihr Vieh finanziell unterstützt und notfalls auch entschädigt werden, wenn ihre Tiere Schneeleoparden zum Opfer fielen.

Schneeleoparden sind mit ihrer Fellfarbe perfekt in einer kargen Felslandschaft getarnt und gehen auch noch in Höhen von über 5000 Metern auf Jagd. Keine andere Großkatze kann dort überleben. Erwachsene Tiere haben eine Rumpfhöhe von 60 Zentimetern, werden bis zu 1,30 Meter lang, wiegen rund 55 Kilogramm und können bis zu 15 Jahre alt werden. Sie stehen in Asien unter strengem Schutz.

dpa

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