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Steinzeitfund: Archäologen präsentieren Seilwerkzeug

Tübingen Steinzeitfund: Archäologen präsentieren Seilwerkzeug

Schon vor 40 000 Jahren haben Menschen Schnüre und Seile mit speziellen Werkzeugen hergestellt.

Tübingen. Schon vor 40 000 Jahren haben Menschen Schnüre und Seile mit speziellen Werkzeugen hergestellt. Archäologen der Universität Tübingen entdeckten bei Ausgrabungen auf der Schwäbischen Alb ein gut erhaltenes Exemplar eines solchen Werkzeugs, wie die Uni mitteilte.

Das 20,4 Zentimeter lange Stück Mammutelfenbein diente dazu, Pflanzenfasern zu Seilen zu drehen. Dies hätten Tests an der Universität Lüttich in Belgien gezeigt.

Bislang habe man kaum etwas über die Herstellung von Seilen in der Altsteinzeit gewusst. Ähnliche Funde in der Vergangenheit seien als Hebelgerät, Kunstwerk oder Musikinstrument interpretiert worden. Ab Samstag (23.7.) soll das Werkzeug im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren als „Fund des Jahres“ ausgestellt werden.

Gefunden wurde das geschnitzte Werkzeug im „Hohle Fels“ - die Höhle gilt als eine der bekanntesten Ausgrabungsstätten für die Altsteinzeit weltweit. Gemeinsam mit den benachbarten Ausgrabungsstätten im Achtal und im Lonetal wurde der „Hohle Fels“ als Unesco-Weltkulturerbe nominiert.

dpa

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