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WHO: Sechs Monate Safer Sex nach Rückkehr aus Zika-Gebieten

Genf WHO: Sechs Monate Safer Sex nach Rückkehr aus Zika-Gebieten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät angesichts der Gefahr von Missbildungen bei Babys durch das Zika-Virus zu stärkeren Vorsichtsmaßnahmen als bisher.

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät angesichts der Gefahr von Missbildungen bei Babys durch das Zika-Virus zu stärkeren Vorsichtsmaßnahmen als bisher.

Frauen und Männer sollten nach der Rückkehr aus Regionen, in denen Zika verbreitet ist, mindestens sechs Monate lang Safer Sex praktizieren oder Abstinenz üben, erklärte die WHO in Genf.

Bisher hatte die Organisation dies für einen Zeitraum von zwei Monaten empfohlen. Nach Erkenntnissen ihrer Experten kann der Zika-Erreger durch ungeschützten Sex übertragen werden und bei Kindern im Mutterleib zu Schädelmissbildungen (Mikrozephalie) führen. Virus-Experten aus mehreren Ländern hatten kürzlich bei einer WHO-Beratung darauf hingewiesen, dass noch unklar sei, wie lange nach einer Infektion das Virus tatsächlich durch Samenflüssigkeit übertragen werden kann.

Für Regionen, in denen Zika verbreitet ist, rät die WHO bereits seit längerem zu Safer Sex - sofern nicht eindeutig klar ist, dass beide Partner frei von dem Virus sind. Jetzt empfahl die WHO für diese Regionen zusätzlich, dass die Öffentlichkeit besser informiert und das ganze Spektrum von Verhütungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird.

dpa

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