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Weniger Seehunde im schleswig-holsteinischen Wattenmeer

Knapp 7500 Seehunde Weniger Seehunde im schleswig-holsteinischen Wattenmeer

Die Zahl der Seehunde in der Nordsee ist gesunken. Die Gründe sind unbekannt. Für Experten ist der Rückgang jedoch kein Grund zur Sorge.

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Ein junger Seehund schwimmt in St.Peter-Ording im Westküstenpark neben seiner Mutter.

Quelle: Carsten Rehder

Tönning. Im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein schwimmen weniger Seehunde als im Vorjahr. Die Nationalparkverwaltung in Tönning zählte in diesem Jahr knapp 7500 Tiere.

Das sei ein Rückgang von rund zehn Prozent, sagte Armin Jess vom Nationalparkamt am Dienstag. „Der Seehundbestand befindet sich jedoch nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau“, erklärte der Experte.

Die Gründe für den Rückgang seien noch unbekannt. Mit dem Influenza-Virus aus dem Jahr 2014 hat er nach Angaben des Biologen nichts zu tun. Damals seien 2000 Tiere gestorben.

Auffällig sei jedoch, dass in diesem Sommer an einigen Stellen vermehrt tote Jungtiere entdeckt wurden, sagte Jess. Über die Gründe dafür werde noch gerätselt. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet. Die Zahlen für die gesamte Nordseeküste liegen nach Angaben des Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven noch nicht vor. 

Biologen zählen im Auftrag der Nationalparkverwaltung den Sommer über mehrfach die Seehunde. In Schleswig-Holstein überfliegen sie dafür das Wattenmeer bei Niedrigwasser und fotografieren die Tiere auf den Sandbänken. Die digitalen Bilder werden später ausgewertet. Pro Jahr gibt es fünf Zählflüge: drei Zählungen im Frühsommer zur Wurfzeit, zwei etwas später zur Zeit des Haarwechsels. „Die Augustzahlen nehmen wir für die Bestandsentwicklung, da sich dann die meisten Tiere auf den Sandbänken befinden“, erklärte Jess. Die Seehunde brauchten den Sonnenschein für die Vitamin-D-Bildung während des Haarwechsels.

dpa

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