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14-Jährige starb an Medikamenten-Cocktail

Wolgast 14-Jährige starb an Medikamenten-Cocktail

Selina hatte Wirkstoffe von drei Arzneien in sich. Die Kriminalpolizei sieht die Entwicklung beim Medikamentenmissbrauch in MV mit Sorge.

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Für Selina kam jede Hilfe zu spät.

Quelle: Stephan Jansen/dpa

Wolgast. Nun ist es amtlich: Die 14-jährige Selina aus Wolgast starb an Medikamentenmissbrauch. Das ergab das toxikologische Gutachten. Demnach hatte das Mädchen mindestens drei verschiedene verschreibungspflichtige Mittel eingenommen. Darunter soll auch ein Opioidpflaster mit dem starken Wirkstoff Fentanyl gewesen sein.Die Achtklässlerin war am 5. Juni morgens tot in ihrem Zimmer gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 16-Jährigen wegen des leichtfertigen Verursachens des Todes durch Abgabe von Betäubungsmitteln.Konrad Kretschmar, ärztlicher Leiter der evangelischen Suchtberatung MV, sieht Fentanylpflaster bislang eher als Randphänomen. Allerdings gebe es eine sehr große Dunkelziffer. „Opioide wirken euphorisierend. Sie sollen eigentlich körperliche Schmerzen lindern, aber sie lindern auch seelischen Schmerz“, erklärt Kretschmar. Die Gefahr bestehe jedoch darin, dass zu hohe Dosierung zu Atemlähmung führe.Auch nach Angaben des Landeskriminalamts MV  spielen Opioide im Vergleich zu anderen Drogen zahlenmäßig nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch werde die Entwicklung mit Sorge beobachtet, da die Gefahr, daran zu sterben, ungleich höher sei. Im Mai 2015 starb ein 57-jähriger Schweriner, der sich ein Pflaster aufgeklebt hatte.

Axel Büssem

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