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1500 Verstöße: Rüpel-Radler im Visier der Polizei

Rostock 1500 Verstöße: Rüpel-Radler im Visier der Polizei

Die Beamten in Rostock haben dreimal so viele Vergehen geahndet wie im Jahr zuvor. Hansestadt und Fahrradclub begrüßen schärfere Kontrollen – wünschen sich diese aber an anderen Stellen.

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Problemzone Kröpeliner Straße: Radler verstoßen hier regelmäßig gegen das Fahrverbot zwischen 10 und 19 Uhr.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Polizei-Offensive gegen Rad-Rowdys: Im Jahr 2015 haben die Rostocker Beamten bei Fahrradfahrern rund 1500 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVo) geahndet – dreimal so viele wie im Jahr davor. Mit den schärferen Kontrollen will die Polizei das Bewusstsein dafür stärken, dass sich auch Radfahrer an Verkehrsregeln halten müssen.

Hintergrund: Zuletzt waren immer mehr Radfahrer in Unfälle verwickelt. Nach einem Jahr ziehen die Beamten nun ein positives Fazit ihrer Aktion: „Der verstärkte Fokus auf die Rad fahrenden Verkehrsteilnehmer scheint bereits Wirkung zu zeigen“, sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern sank 2015 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 13 Prozent auf 369. Gleichzeitig ging die Zahl der dabei verletzten Radfahrer um etwas mehr als 13 Prozent auf 263 zurück.

Die Stadtverwaltung und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßen das Vorgehen der Polizei. „Wir brauchen mehr Kontrollen“, sagt etwa Rostocks Mobilitätskoordinator Steffen Nozon. Gerade beim Radfahren auf Gehwegen und gegen die Fahrtrichtung. „Aber nicht bei sinnlosen Ampeln wie bei der Zufahrt zum Bauhof am Dierkower Damm“ betont Nozon. „Da werden Radfahrer abkassiert und müssen gleich 80 bis 90 Euro zahlen.“

Auch Michael Reitz vom Rostocker ADFC sagt: „Die Kontrollen sollten teilweise ausgedehnt und anders umgesetzt werden.“ Gebraucht würden sie dort, wo der Raum knapp bemessen sei, wie in Fußgängerzonen im Stadtzentrum und in Lütten Klein. „Viel Brisanz haben auch Geisterfahrer auf dem Radweg entlang der Heinkelmauer beim Holbeinplatz“, so Reitz.

André Wornowski

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