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28-Jähriger nach Messerattacke auf Mutter in Haft

Greifswald 28-Jähriger nach Messerattacke auf Mutter in Haft

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags / Bei der Auseinandersetzung erlitt eine Frau lebensbedrohliche Verletzungen

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In der Anklamer Straße kam es zu der Messerattacke.

Quelle: Tilo Wallrodt

Greifswald. Ein 28-jähriger Greifswalder sitzt in Untersuchungshaft, weil er versucht haben soll, seine 52-jährige Mutter mit einem Messer zu töten. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Stralsund geschah die Tat am Samstagmorgen um 5.30 Uhr in der gemeinsamen Wohnung der beiden in einem Mehrfamilienhaus in der Anklamer Straße.

Es waren innerfamiliäre Streitereien, die zur Tat geführt haben.“Martin Cloppenburg, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund

Der mutmaßliche Täter soll mit der Mutter wegen innerfamiliärer Streitereien aneinander geraten sein. Nach Erkenntnissen der Ermittler habe er sie zunächst mit mehreren gezielten Fausthieben im Gesicht und dann mit mehreren Stichen eines Messers im Gesicht und am Hals lebensbedrohlich verletzt. Ein ebenfalls in der Wohnung lebender jüngerer Sohn der Frau habe in den Streit eingegriffen und dabei ebenfalls Verletzungen erlitten. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg, sagte, habe der mutmaßliche Täter nach dem Eingreifen des Bruders die Flucht ergriffen.

Die Mutter wurde im Universitätsklinikum Greifswald notoperiert und befindet sich inzwischen außer Lebensgefahr. Sie ist aber weiter in ärztlicher Behandlung. Der Bruder hatte laut Cloppenburg nur leichte Verletzungen und musste nicht stationär behandelt werden.

Nach dem mutmaßlichen Täter, der nach der Attacke zunächst unauffindbar gewesen sei, wurde den ganzen Sonnabend gefahndet. Zahlreiche Polizeibeamte waren im Einsatz. Nach OZ-Informationen wurden in allen Diskotheken der Stadt, aber auch auf öffentlichen Plätzen Fahndungsfotos des Mannes gezeigt. Am Samstagabend gegen 21 Uhr wurde er dann durch Polizeibeamte aufgespürt und festgenommen. Laut Cloppenburg habe es bei der Vernehmung des mutmaßlichen Täters keinen Hinweis auf Alkoholkonsum gegeben. Der Greifswalder war der Polizei bisher nicht bekannt. Nach der Attacke wurde am Sonntag durch die Staatsanwaltschaft Stralsund Haftbefehl gegen den Mann wegen versuchten Totschlags erlassen. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Stralsund gebracht.

Nach Aussage von Oberstaatsanwalt Cloppenburg gibt es immer wieder Auseinandersetzungen, bei denen die Täter mit großer Gewalt auf ihre Opfer losgehen. Erst Mitte Mai wurde ein 20-jähriger Greifswalder durch das Landgericht Stralsund zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er aus Eifersucht seinem besten Kumpel mit einem Campingbeil einen Denkzettel verpassen wollte. Freunde, die hinzugekommen waren, verhinderten damals Schlimmeres.

Cornelia Meerkatz

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