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Angriffe auf Retter: Hansestadt legt sich mit der Justiz an

Rostock Angriffe auf Retter: Hansestadt legt sich mit der Justiz an

Rostocks Ordnungssenator Chris Müller (SPD) übt scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft: In mindestens zwei Fällen habe die Behörde Täter, die Einsatzkräfte oder -wagen angegriffen haben, nicht angeklagt. Die Justiz sende damit ein fatales Signal.

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Auf dem Weg zur nächsten Attacke oder Beleidigung? Rostocks Retter werden immer häufiger selbst zu Opfern, fühlen sich aber von der Justiz im Stich gelassen (Symbolbild).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Die Zahl der Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter nimmt auch in Rostock zu. Im Kampf gegen die Gewalt fühlt sich die Hansestadt nun von der Staatsanwaltschaft im Stich gelassen. Auslöser: Die Justiz hat zwei Verfahren gegen Angreifer ohne Strafe eingestellt, es gäbe kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung. Doch das sieht das Rathaus anders: „Die Staatsanwaltschaft irrt da. Sie hätte ein Zeichen gegen diesen Trend setzen können, hat das aber verpasst“, sagt Ordnungssenator Chris Müller (SPD).

Die Retter seien enttäuscht von der Entscheidung der Juristen. Müller fordert, dass die Staatsanwälte sich schützend vor Einsatzkräfte stellen. In einem konkreten Fall hatte ein Mann in einem Rettungswagen randaliert und ihn beschädigt. Die Stadt will den Angreifer nun trotzdem vor Gericht bringen und ihn in einem Zivilprozess auf Schadenersatz verklagen. „Wir lassen solche Taten in der Hansestadt nicht mehr durchgehen“, betont Müller.

Andreas Meyer

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