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Ankläger wollen höhere Strafe für Hanfplantagen-Betreiber

Neubrandenburg Ankläger wollen höhere Strafe für Hanfplantagen-Betreiber

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts gegen einen 46-Jährigen eingelegt, der in einem ehemaligen Küchenstudio Drogenpflanzen in großem Stil angebaut hatte.

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Das Blatt einer Hanf-Pflanze.

Quelle: Oliver Berg/archiv

Neubrandenburg. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg will eine deutlich höhere Strafe für den Betreiber einer Cannabisplantage in Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). „Wir haben deshalb fristgerecht Revision gegen das Urteil eingelegt“, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Montag.

Die Ankläger bezweifeln, dass es sich um einen „minderschweren Fall“ handelt wie vom Gericht angenommen. Der 46 Jahre alte Betreiber war vom Landgericht Ende August wegen illegalen Drogenhandels mit Waffen zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Mann hatte gestanden, die Anlage mit rund 1000 Pflanzen ab Herbst 2016 in einem früheren Küchenstudio aufgebaut und betrieben zu haben. Er wollte mit dem Verkauf von Hanfpflanzen den Lebensunterhalt bestreiten, flog aber im Februar 2017 damit auf.

Mit dem Urteil war das Gericht - obwohl der Mann gerade zu einer Bewährungsstrafe wegen Drogenhandels verurteilt worden war - deutlich unter der Forderung des Staatsanwaltes geblieben. Diese hatte sieben Jahre Haft gefordert, der Verteidiger maximal vier Jahre Haft.

dpa/mv

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