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Augen auf! Wildunfälle häufen sich

Satow Augen auf! Wildunfälle häufen sich

Schwerpunkte sind vor allem die Regionen um Satow und Kröpelin.

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Vorsicht Reh: Revierkämpfe, Paarungszeit und der Mineralienbedarf führen im Frühjahr zu Wildunfällen auf den Straßen.

Quelle: OZ

Satow. Auf den Straßen wird es in den kommenden Wochen wieder gefährlich, denn Wildschweine, Rehe und Füchse überqueren verstärkt die Straßen. Unfallschwerpunkte sind laut Polizei die Regionen rund um Satow und Kröpelin. Doch nicht an allen Schwerpunkten gibt es Schilder, die vor Wildwechsel warnen.

Im Landkreis Rostock sind 2015 bis zu 200 Sauen und 500 Rehe durch Unfälle auf der Straße ums Leben gekommen, sagt Gerhard Kusch, Vorsitzender des Landesjagdverbandes Rostock und Hansestadt Rostock. „Hinzu kommen Füchse, Marder und Dachse.“ Der Schaden liege etwa bei 50 000 Euro – berechnet an den Preisen für Wildbret. „Beim Rehwild beginnt nun die Zeit der Revierkämpfe. Die Böcke jagen sich gegenseitig und laufen blind über die Straße“, so Kusch. Aussschlaggebend sei die Paarungszeit bei Dachsen und Marderhunden. Außerdem würden sich jetzt junge männliche Schweine von der Herde absondern und in Grüppchen von zwei bis drei Tieren umher ziehen. Beim Rot-, Reh- und Damwild ist im Frühjahr der Mineralienbedarf ein Grund für das Betreten der Fahrbahn. „Sie stoßen sich die Geweihe ab, die wachsen innerhalb der nächsten vier Monate nach. Die Tiere benötigen für das Wachstum viele Nährstoffe“, erklärt Kusch. Die holen sie sich nicht selten von den Straßen – weil hier vom Winter oft noch Salz liege. Die Kollision mit einem Auto ist dann nicht mehr weit. Damit das nicht passiert, haben Jäger eine effektive Abschreckungsmethode gefunden. Blaue Warnreflektoren entlang der Fahrbahn streuen bei Dunkelheit das Scheinwerferlicht herannahender Autos. „Die Wildunfälle sind um 80 bis 90 Prozent zurück gegangen“, so Kusch, der dafür plädiert, dass die zuständigen Straßenmeistereien die Kosten für die Reflektoren übernehmen.

Von Sass, Katarina

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