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Ausländerfeindlich: Fackelwurf in den Gebetsraum

Wolgast Ausländerfeindlich: Fackelwurf in den Gebetsraum

In Wolgast-Nord wurde außerdem gestern früh gegen 0.20 Uhr eine Rakete unweit des Flüchtlingsheimes gezündet

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Eine Polizeistreife vor dem Asylbewerberheim in der Wolgaster Baustraße. In der Nacht war eine Rauchfackel geworfen worden.

Quelle: Tilo Wallrodt

Wolgast. Wieder eine fremdenfeindliche Attacke in der Peenestadt! Am späten Mittwochabend haben Unbekannte durch ein offen stehendes Fenster eine Rauchfackel in einen Raum der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in der Wolgaster Baustraße geworfen. Eine Polizeisprecherin gab 23 Uhr als Tatzeit an. Der attackierte Raum wurde durch 13 syrische Bewohner des Plattenbaues just zu dieser Zeit als Gebetsstätte genutzt.

Die Fackel habe sich allerdings nicht entzündet, Personen seien daher körperlich nicht zu Schaden gekommen. Allerdings gab es, nachdem die alarmierten Beamten wieder abgerückt waren, rund 80 Minuten später einen weiteren Vorfall. Gegen 0.20 Uhr wurde durch Unbekannte eine Rakete gezündet. Tatort war hierbei ein Hinterhof des Wohngebietes, in dem sich die Gemeinschaftsunterkunft befindet. Die Rede ist von einer Leuchtrakete, wie sie auch an Bord von Schiffen als Signal Verwendung findet.

Der Staatsschutz ermittelt, da von einer ausländerfeindlichen Tat ausgegangen wird. Die Polizei in Wolgast bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Taten. Das Revier ist unter der Nummer ☎ 03836 / 252224 erreichbar. Allerdings nimmt auch jede andere polizeiliche Dienststelle sachdienliche Hinweise entgegen. Kontakt im Internet: www.polizei.mvnet.de.

Zuletzt hatte es im März eine bekannt gewordene, ausländerfeindliche Aktion in Wolgast gegeben. Es handelte sich seinerzeit darum, dass ein Asylbewerber (25) aus Ghana körperlich attackiert worden war. Asylfeindliche Graffities waren der Polizei aus Wolgast im Januar 2016 angezeigt worden. Ende März hatte es zudem auf zahlreichen Ortseingangsschildern auf Usedom ausländerfeindliche Schmierereien sowie Hakenkreuze gegeben (die OZ berichtete). Polizeisprecherin Nicole Buchfink: „Zuletzt gab es eine Bedrohung und Beleidigung eines 21-jährigen Afghanen. Dieser Vorfall ereignete sich im April in Zinnowitz. Tatverdächtig ist hier ein 40-jähriger, der Polizei bekannter Mann.“

sta

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