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Awo-Chef: Bereicherung war systematischer Missbrauch

Schwerin/Waren Awo-Chef: Bereicherung war systematischer Missbrauch

Der Landesvorsitzende der Wohlfahrtsorganisation Borchert sieht die Vorgänge im Kreisverband Müritz als beispiellosen Einzelfall.

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Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt, Rudolf Borchert.

Quelle: Axel Heimken/archiv

Schwerin/Waren. Der im Sommer 2016 aufgeflogene Bereicherungsskandal bei der Arbeiterwohlfahrt Müritz geht laut AWO auf systematischen Amtsmissbrauch zurück. Das belege ein unabhängiger Prüfbericht, erklärte der Landesvorsitzende der AWO und Ex-Landtagsabgeordnete Rudolf Borchert in einem Interview mit der Verbandszeitschrift „AWO Info:“. Dieser Fall sei ohne Beispiel für den Landesverband.

Gegen den Ex-Kreisgeschäftsführer Peter Olijnyk und den Ex-Kreischef und früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Götz-Peter Lohmann ermittelt die Schweriner Staatsanwaltschaft wegen Verdachts der Untreue. Beide sollen sich gegenseitig und am Rest-Vorstand vorbei Gelder zugeschanzt haben. Lohmann war damals auch Borcherts Stellvertreter im Landesvorstand, bis er das Amt aufgab. Dem Geschäftsführer war daraufhin gekündigt worden. Darum wird vor Gericht gestritten, die erste Verhandlung ist für den 18. Mai avisiert.

Der Landesverband hatte nach Prüfung von einem „unverhältnismäßig hohen Jahresgehalt“ von 150 000 Euro plus Tantiemen bis zu 50 000 Euro sowie hohen Pensionsansprüchen gesprochen. Im Gegenzug soll der Manager Lohmann einen Vertrag ermöglicht haben, bei dem über neun Jahren rund 700 000 Euro flossen, ohne dass er abrechenbare Leistungen erbracht haben soll. Mit den Geschäften befasst sich auch ein Untersuchungsausschuss.

dpa/mv

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