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Bäderpolizisten treten wieder in die Pedale

Ribnitz-Damgarten Bäderpolizisten treten wieder in die Pedale

Acht Beamte der Polizeireviere Ribnitz-Damgarten und Barth werden bis September auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit dem Rad unterwegs sein

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Polizeikommissarin Jennifer Dummer und Polizeihauptmeister Klaus Czerwinski sind seit 2014 auf dem Darß unterwegs.

Quelle: Susanne Retzlaff

Ribnitz-Damgarten. Für acht Beamte der Polizeireviere Barth und Ribnitz-Damgarten heißt es ab nächste Woche: Helm auf und kräftig in die Pedale getreten. Sie werden zwischen Dierhagen und Zingst im Rahmen des Bäderdienstes auf ihren Tracking-Rädern Streife fahren. Eine von ihnen ist Jennifer Dummer.

Für die Polizeikommissarin vom Polizeirevier Barth ist es mittlerweile die dritte Saison auf dem Rad. Mit dabei drei weitere Barther Kollegen. Während die Barther bereits Erfahrungen sammeln konnten, wird es für die zwei Polizistinnen und zwei Polizisten, die das Revier Ribnitz-Damgarten stellt, zum ersten Mal im Rahmen des Bäderdienstes auf Fahrradstreife gehen. Ihr Einsatzgebiet reicht von Dierhagen bis Ahrenshoop, ab Ahrenshoop beginnt die Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Barth.

„Mit der Fahrradstreife schließen wir eine Lücke zwischen Funkstreifenwagen bzw. Krad und den Fußstreifen“, erläutert Marco Stoll , Leiter des Polizeireviers Ribnitz-Damgarten. Neben guten Ortskenntnissen sei natürlich körperliche Fitness gefragt, erläutert er weiter. Schließlich seien pro Tag 30 bis 40 Kilometer zurückzulegen, „es können aber auch noch ein paar Kilometer mehr werden“.

„Wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, bekommen wir viel häufiger Kontakt zu den Bürgern, das hat sich sowohl in der Saison 2014 als auch in der Saison 2015 gezeigt. Ich schätze mal, pro Schicht waren das bis zu 100 Kontakte. Und per Rad kommen wir auch dahin, wo sonst keine Polizei zu sehen ist, weil sie dort mit Autos einfach nicht hingelangt. Das trifft zum Beispiel auf etliche Strandzugänge des Darßwaldes zu“, erläutert Jennifer Dummer. Generell gehe es darum, flächendeckend Präsenz zu zeigen, ergänzt Revierleiter Stoll.

Die Beamten der Fahrradstreife haben mehrere Aufgaben. Dazu gehört die Kontrolle der Parkplätze in der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst. Stichwort: Diebstahl aus Autos. „Wir wollen präventiv wirken und weisen die Autofahrer, wo es notwendig ist, darauf hin, alle Wertgegenstände aus dem geparkten Auto zu nehmen, die Fenster nicht einen Spalt geöffnet zu lassen. Und wir beobachten natürlich auch, ob sich auf Parkplätzen Personen auffällig verhalten.“

Weiterer Schwerpunkt sei die Erteilung von Auskünften zu Sehenswürdigkeiten, Parkplätzen oder wie man am schnellsten von A nach B kommt, erläutert die Polizeikommissarin weiter. Außerdem wolle man Präsenz zeigen an Orten, wo besonders viele Urlauber zusammenkommen, zum Beispiel im Bereich der Seebrücken oder in Einkaufspassagen. Da die Beamten vor Ort sind, können auf kurzem Wege auch Anzeigen aufgenommen werden, zum Beispiel wenn es um Fahrraddiebstähle geht. Von denen gab es 2014 im Bereich von Dierhagen bis Zingst in den Monaten Mai bis September 82. Im vergangenen Jahr ging die Zahl auf 75 zurück.

Und natürlich habe man auch ein Auge auf das Verkehrsverhalten der Fahrradfahrer, erläutert Jennifer Dummer. „Viele Autofahrer, die im Urlaub aufs Rad umsteigen, glauben, dass damit die Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt sind. Wir erinnern sie freundlich daran, dass dem natürlich nicht so ist. Schulterblick und Überholverbot bei Gegenverkehr zum Beispiel sind auch auf Radwegen zu beachten.“

Tippgeber, Verkehrserzieher, Anzeigenaufnehmer, und was sonst noch? Jennifer Dummer : „Na ja, für viele Urlauber sind wir auch Fotomotiv. Wenn wir da gefragt werden, dann sagen wir nicht nein.“

Edwin Sternkiker

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