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Bald legen Handwerker am Polizeigebäude wieder los

Wismar Bald legen Handwerker am Polizeigebäude wieder los

Seit März passierte bei der Sanierung des Altbaus in der Wismarer Dr.-Leber-Straße nichts / Grund: Die Statik war schlechter als erwartet

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Noch scheint die Baustelle im Winterschlaf. Doch in der vergangenen Woche wurde das Gerüst am Altbau Dr.-Leber-Straße/Ecke Rostocker Straße aufgestellt. In den kommenden Wochen wird das Dach abgenommen. FOTOS: VANESSA KOPP (1), SYLVIA KARTHEUSER (1), OZ (1)

Wismar. Es kommt wieder Leben auf die Baustelle bei der Wismarer Polizei. Ursprünglich war geplant, dass die Baumaßnahmen – Errichtung des Neubaus und Sanierung des Altbaus – in der Dr.-Leber-Straße Ende diesen Jahres abgeschlossen sein werden. Statische Probleme beim Altbau haben jedoch dafür gesorgt, dass auf der Baustelle seit März Ruhe herrschte. Dafür wurde in den Planungsbüros auf Hochtouren gearbeitet. „Bei der ersten Inaugenscheinnahme machte der Altbau einen besseren Eindruck, als er tatsächlich ist“, erklärt Christian Hoffmann, Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, der für das Projekt verantwortlich ist.

OZ-Bild

Seit März passierte bei der Sanierung des Altbaus in der Wismarer Dr.-Leber-Straße nichts / Grund: Die Statik war schlechter als erwartet

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„Die Statik ist bei einem Altbau das Wichtigste!Christian Hoffmann, BBL MV

Die ursprüngliche Planung des Gesamtkonzeptes sah folgendermaßen aus: Nachdem der Neubau errichtet wurde, was Ende 2015 der Fall war, konnte der Altbau von den Mitarbeitern geräumt werden. „Dann hatten wir die Möglichkeit, die Statik richtig zu überprüfen. Denn die ist bei einem alten Gebäude das Wichtigste“, betont Hoffmann. Die Prüfer haben Ende letzten Jahren Löcher in die Decken und Wände gebohrt und so die Standhaftigkeit des Hauses auf Mörtel und Zement geprüft. „Damit konnten wir kontrollieren, ob die Statik hält, was sie verspricht. Und das hat sie nicht getan.“ Also musste die Planung angepasst werden. „Eine Aktenlagerung ist beispielsweise nicht im dritten Obergeschoss möglich, aber auch nicht notwendig“, erklärt Hoffmann. Schritt für Schritt wurde der ursprüngliche Plan umgemodelt. „Bei einem Altbau ist so ein Fall stets möglich“, erklärt Hoffmann.

Vergangene Woche haben Bauarbeiter nun das Gerüst am Altbau aufgestellt, in den kommenden Wochen soll das Dach abgenommen, durch sogenannte Ringanker verstärkt und wieder gedeckt werden. Mit Vorhersagen, wann das Gesamtprojekt abgeschlossen sein wird, ist Hoffmann vorsichtig. „Ich gehe davon aus, dass wir mit den Rohbauarbeiten am Altbau bis zum zweiten Quartal 2017 fertig sein werden“, lautet seine Prognose. Sind die Innengewerke mit ihren Arbeiten fertig – Elektriker, Tischler, Maler und Co. –, dann werden die Außenanlagen gemacht und der Zaun (siehe Infokasten) aufgestellt.

Inwiefern die Bauverzögerung die Kosten erhöht, dazu kann Hoffmann noch keine Informationen geben. Das Land investiert rund 9,4 Millionen Euro in die moderne Dienststelle. „Bisher gehen wir noch von den ursprünglichen Kosten aus“, sagt Hoffmann. Eine Kostensteigerung sei bei Planungen, die Jahre später erst realisiert werden können, jedoch immer zu erwarten.

Während der Bauarbeiten ist ein Teil des Polizeireviers in Containern untergebracht. Im Juli 2013 zogen circa 120 Beamte in das Provisorium. Die beigen Boxen bleiben also erst mal erhalten.

Ein Zaun mit Möwen

Der Alt- und der Neubau der Polizeiinspektion Wismar werden mit einem Sicherheitszaun verbunden. Über die Stahlpfosten des Zauns fliegen drei Möwenschwärme, in Blau, Rot und Gelb. Die Idee stammt von Susanne Gabler, einer Künstlerin aus Wismar. Sie hat den Wettbewerb gewonnen, den der Bauherr, der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), für die Zaungestaltung ausgelobt hatte.

Insgesamt fünf Künstler haben Ideen eingereicht.

Vanessa Kopp

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