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Bande beschert Groß Klein fünf Mal mehr Einbrüche

Groß Klein Bande beschert Groß Klein fünf Mal mehr Einbrüche

Im polizeilichen Rückblick zeigt sich nur diese eine drastische Veränderung / Parkplatzprobleme bei Großveranstaltungen im Iga-Park

Groß Klein. Diebesgut im Wert von 50000 Euro erbeutete im vergangenen Jahr eine Einbrecherbande. Das wirkte sich auch auf die Polizeistatistik in Groß Klein aus, teilt Stefan Damrath, Chef des Polizeireviers Lichtenhagen, mit. Am Dienstagabend gab er in der Sitzung des Ortsbeirats einen Rückblick auf das Jahr 2015. Bis auf die eine Ausnahme habe sich bei der Kriminalität und den Einsätzen im Stadtteil aber nicht viel getan.

OZ-Bild

Im polizeilichen Rückblick zeigt sich nur diese eine drastische Veränderung / Parkplatzprobleme bei Großveranstaltungen im Iga-Park

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„2014 hatten wir noch 31 Fälle von Diebstählen aus Kellern und Ähnlichem. 2015 waren es 159“, berichtet Damrath. Schuld daran sei eine Diebesbande, die im vergangenen Jahr Generalschlüssel gestohlen und sich damit beinahe unbemerkt Zutritt zu Keller- und Abstellräumen sowie Ferienhäusern verschafft hatte (die OZ berichtete). 280 Personen waren im ganzen nordwestlichen Rostock von den Einbrüchen betroffen.

Die mutmaßlichen Anführer der Bande wurden Ende vergangenen Jahres gefasst. Auch in Kleingartenanlagen sei wieder häufig eingebrochen worden, erzählt der Polizei-Chef. „Da wird vor allem Buntmetall geklaut. Wir sind immer wieder erstaunt, was dort alles mitgenommen wird. Sogar Wasserhähne wurden schon entwendet“, so Damrath.

Auch bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz habe es einen leichten Anstieg gegeben. 88 Fälle zählte die Polizei in Groß Klein 2015. „Da hatten wir auch einige Fälle von Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln“, berichtet Damrath. Während der Saubermachaktion des Stadtteils habe es einige bedenkliche Hinweise auf Drogenkonsum gegeben, teilt der Ortsbeiratsvorsitzende Uwe Michaelis (SPD) mit. „Unter dem Aufgang zur S-Bahn auf der Groß Kleiner Seite haben wir einige Spritzen entdeckt und wir gehen mal nicht davon aus, dass sich dort jemand Insulin gespritzt hat.“ Dem werde die Polizei auch noch einmal nachgehen, verspricht Damrath.

Verkehrsprobleme durch Großveranstaltungen, wie es sie im vergangenen Jahr mehrfach gab, würden 2016 nicht erwartet. „Wir haben uns mit den Iga-Park-Verantwortlichen zusammengesetzt und besprochen, welche größeren Konzerte problematisch werden könnten“, berichtet der Polizeichef. Der Iga-Park wolle sich hier in Zukunft besser mit den Einsatzkräften absprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen, beispielsweise für Parkplatzprobleme, fügt Ralf Hots-Thomas, neuer Iga-Chef, hinzu. Erfreut sei die Polizei auch, dass es rund um die Notunterkunft in der Feuerwache See keinerlei Situationen gegeben habe, bei der die Polizei hätte ausrücken müssen. „Inzwischen ist die Unterkunft auch nicht mehr durch Flüchtlinge bewohnt. Die sind am Wochenende ausgezogen und auf andere Unterkünfte aufgeteilt worden“, berichtet Damrath.

Gleich zwei bedauerliche Zwischenfälle ereigneten sich im Januar in der Werftallee, als innerhalb einer Woche zwei Menschen auf dem Fußgängerüberweg bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. „Dort hat es noch im Januar eine Begehung mit der Stadt gegeben“, teilt der Kommissar mit. Kurz darauf seien bereits Maßnahmen durchgeführt worden, um den Zebrastreifen sichtbarer zu machen. Das ist jedoch nach Ansicht einiger Bürger und des Ortsbeirats noch nicht genug. „Da muss eine Ampel hin“, fordert ein Anwohner. Die Polizei sehe das ähnlich, auch wenn sie nicht für verkehrsbauliche Dinge zuständig sei. „Wir werden dort auf jeden Fall auch noch mal die Kontrollen verstärken“, verspricht Damrath.

Insgesamt sei Groß Klein ein recht ruhiger Stadtteil, wo die Polizei nur selten ausrücken müsse. „Ganz zufrieden ist man natürlich nie, aber wir als Ortsbeirat haben ja leider auch keinen Einfluss auf die Kriminalität im Stadtteil. Ich denke jedenfalls, die Polizei tut bei uns schon ihr Bestes“, sagt Ortsbeirats-Chef Uwe Michaelis zu dem Jahresrückblick.

Diebesgut im Wert von 50 000 Euro

159 Diebstähle aus Kellern und anderen unbewohnten Räumen verzeichnete die Polizei in Groß Klein für das Jahr 2015. Das waren fünfmal so viel wie noch 2014. Diebesgut im Wert von rund 50 000 Euro wurde vermutlich allein von einer Diebesbande erbeutet. Mit gestohlenen Generalschlüsseln sollen sie sich Zugang zu den Gebäuden verschafft haben.

Von Nele Reiber

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