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Betrug mit Ferienwohnungen: Angeklagter gesteht

Rostock/Kühlungsborn Betrug mit Ferienwohnungen: Angeklagter gesteht

Der Mann hat am Donnerstag in Rostock zugegeben, Urlauber mit falschen Mietangeboten für Quartiere in Kühlungsborn hinters Licht geführt zu haben.

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Der Betrug mit Angeboten von Ferienwohnungen in Kühlungsborn (Landkreis Rostock) wurde auch mit Hilfe der Sendung „Aktenzeichen xy ungelöst“ aufgeklärt.

Quelle: Olaf Maaß

Rostock/Kühlungsborn. Mit einem umfassenden Geständnis des Angeklagten hat am Donnerstag vor dem Amtsgericht Rostock ein Prozess wegen Betrugs bei der Vermietung von Ferienwohnungen begonnen. Laut Anklage soll der 56-Jährige im Sommer 2014 Urlauber mit falschen Mietangeboten hinters Licht geführt haben. Er habe dabei zusammen mit einem Komplizen und später auch mit seiner Frau insgesamt rund 60 000 Euro erbeutet. Das Motiv seien enorme finanzielle Probleme gewesen, erklärte der 56-Jährige, der als selbstständiger Betriebswirt in der Finanzbranche arbeitete. Er schäme sich zutiefst, es gebe keine vernünftige Erklärung für sein Verhalten. Dieses widerspreche auch seiner moralischen Grundüberzeugung, sagte er unter Tränen.

Er hatte laut Anklage Ferienwohnungen in Kühlungsborn über das Internet angeboten, auf die er gar keinen Zugriff hatte. Der Mann entschuldigte sich bei allen Geschädigten. Deren Verluste habe er zurückerstattet. Dazu gehörten auch die Kosten für die Fahrten an die Ostsee und zusätzliche Übernachtungen, nachdem die potenziellen Urlauber keine freie Unterkunft vorfanden. Laut Staatsanwalt hatte er in 60 Fällen Geld erhalten.

Durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im Januar dieses Jahres hatte der Fall bundesweite Aufmerksamkeit bekommen. Nach der Veröffentlichung von Phantombildern und eines Bandes mit seiner Stimme waren Hinweise auf den Angeklagten eingegangen.

OZ

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