Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Bootsunfall vor Usedom: Zwei Urlauber tot, Angler vermisst

Sturmtief „Herwart“ trifft MV Bootsunfall vor Usedom: Zwei Urlauber tot, Angler vermisst

Ein Bootsausflug zwischen Wolgast und Usedom endet am Sonntag bei starkem Sturm tragisch. Zwei Urlauber aus Sachsen gehen über Bord und sterben im Krankenhaus. Nach einem dritten Mann sucht die Polizei noch, jetzt mit Sonar und Hubschrauber.

Voriger Artikel
Vermisste aus dem Landkreis Rostock in Wolgast aufgegriffen
Nächster Artikel
Nach Unfall: Rüganer stirbt in Uni-Klinikum

Feuerwehrleute haben dieses Boot, mit dem am Sonntag drei Urlauber vor der Insel Usedom gekentert sind, geborgen. Freunde wollten das Trio noch von einer Ausfahrt bei dem Orkan abhalten.

Quelle: Hannes Ewert

Wolgast. Einen Tag nach dem Bootsunglück bei Wolgast, bei dem bisher zwei Menschen starben, sucht die Polizei weiter nach dem dritten Vermissten. Eine Schlauchbootbesatzung mit Sonargerät soll den 48-Jährigen auf dem Peenestrom orten, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Montag sagte. Weiterhin ist in der Region derzeit ein Hubschrauber im Einsatz und sucht das Ufer ab. Die Chance, den Vermissten noch lebend zu finden, wird mit jeder Minute geringer.

 

Die drei Urlauber aus Sachsen waren am Sonntag trotz Sturmwarnung mit einem kleinen Motorboot auf den aufgewühlten Peenestrom hinausgefahren und gekentert. Zeugen bemerkten das treibende Motorboot am Nachmittag und riefen Hilfe.

Retter konnten einen 56 Jahre alten Mann und eine 48 Jahre alte Frau ohne Bewusstsein und mit starken Unterkühlungen noch aus dem Wasser holen und wiederbeleben. Sie starb am Abend im Krankenhaus Karlsburg, er kurz nach Mitternacht in der Uniklinik Greifswald. Der dritte Urlauber - ein 48 Jahre alter Mann - wird immer noch vermisst. Die Überlebenschancen seien aber sehr gering, hieß es. Alle drei Beteiligten kommen aus der Region Chemnitz. Offenbar wollten sie trotz des Unwetters angeln.

Der Ausflug mit dem sechs Meter langen Boot mit Außenbordmotor sei angesichts der starken Strömung und des Windes sehr leichtsinnig gewesen, erklärte der Sprecher. Das kleine Boot gehörte dem älteren Mann und war im etwa drei Kilometer entfernten Zecherin gestartet.

Der Peenestrom verbindet den Fluss Peene und das Achterwasser der Insel Usedom mit der Ostsee. Bei starkem Nordwind treiben Stürme das Ostseewasser aufgrund des geringen Gefälles in den Peenestrom hinein.

Hannes Ewert und Kay Steinke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Übernahme der Stornokosten
Wegen der Terroranschläge werden die Sehenswürdigkeiten der europäischen Metropolen gut bewacht. Einige Versicherer erlauben nach einem Anschlag den kostenlosen Reiserücktritt.

Terrorismus soll Angst schüren. Und ein Terroranschlag im Urlaubsland kann die Reiselust zunichte machen. Jetzt gibt es Versicherungen dagegen. Wie sinnvoll ist das? Die Versicherer sind sich uneins.

mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge