Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Brand in der Altstadt: Pappe im Tunneldurchgang angesteckt

Wismar Brand in der Altstadt: Pappe im Tunneldurchgang angesteckt

Die 55-jährige Hausbesitzerin wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Wismarer Hanse-Klinikum gebracht

Voriger Artikel
Immer mehr Rostocker belügen die Polizei
Nächster Artikel
Bewohntes Reetdachhaus steht in Flammen

Immer montags stellen die Gewerbetreibenden Kartons und Pappen auf die Straße, damit sie Dienstag früh abgeholt werden können. In diesem Tunnel haben Unbekannte das Altpapier in der Nacht zu gestern angezündet.

Wismar. Unbekannte haben am Montagabend in einem Tunnel in der Altstadt von Wismar Pappe und Papier in Brand gesetzt. Die Flammen griffen auf das Wohn- und Geschäftshaus über. Die 55 Jahre alte Hausbesitzerin musste mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Sie konnte nach wenigen Stunden entlassen werden.

OZ-Bild

Die 55-jährige Hausbesitzerin wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Wismarer Hanse-Klinikum gebracht

Zur Bildergalerie

Die Polizei bittet um Mithilfe. Es werden Zeugen gesucht, die den Vorfall beobachtet haben.“Nancy Schönenberg, Polizeisprecherin

gen. „In der Einkaufsstraße herrschte noch reger Fußgängerverkehr um die Uhrzeit. Vor allem jüngere Menschen waren noch unterwegs. Wir bitten auch die Anwohner, uns mitzuteilen, was sie gesehen haben“, sagt Nancy Schönenberg, Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar. Bei dem Brand sei ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden.

Gegen 21.45 Uhr schallt das andauernde Hupen eines Autos von der Einkaufsstraße Hinter dem Rathaus die Lübsche Straße hinauf. Nieselregen fällt. Menschen rufen etwas an einem Haus hinauf, gestikulieren. Dann kommt mit Blaulicht und Sirene die Feuerwehr um die Ecke. Erst mit einem Einsatzwagen, wenige Minuten später stehen insgesamt sieben Feuerwehrautos vor dem kaminroten Wohn- und Geschäftshaus hinter dem Rathaus – dazu Rettungswagen und Polizei. Im Durchgang zum Rathaus haben sich die Flammen bereits ausgebreitet, eine historische Tür, elektrische Leitungen zerstört. 25 Einsatzkräfte von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr bringen das Feuer dann unter Kontrolle.

Als Daniel Einert gestern Morgen die Tür zu seinem Mobilfunkgeschäft aufschließt, hängt beißender Qualm zwischen Handyhüllen, Smartphones und Tablets. „Das war eine richtige Rauchwolke“, sagt der Angestellte. Dann zeigt er auf den vor wenigen Wochen neu verlegten Fußboden. An der Wand zum Durchgang hebt sich das Laminat. Löschwasser. Die Ladeneinrichtung muss ersetzt werden, die verrußte Decke gestrichen. Auch draußen die Wände verrußt. Zersplitterte Fensterscheiben. Reste von verbrannter Pappe.

„Wir Gewerbetreibenden in der Altstadt stellen seit Ewigkeiten die Pappen und Kartons montagabends raus, damit sie Dienstag früh abgeholt werden können“, sagt Einert. Die Praxis soll laut Stadtverwaltung auch erst einmal beibehalten werden. „Die Alternative wären große Sammelbehälter – aber auch die könnten zum Brandherd werden“, sagt Pressesprecher Marco Trunk. Noch sei es zu früh, über eine Änderung der Abmachung zwischen Gewerbetreibenden und Entsorgungsbetrieb nachzudenken.

Die Polizei sucht nun nach Zeu-

Nicole Buchmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Aktuelle Beiträge