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Cannabis auf dem Vormarsch: Hansestadt hat ein Drogenproblem

Rostock Cannabis auf dem Vormarsch: Hansestadt hat ein Drogenproblem

Die Zahl der Rauschgift-Delikte in Rostock nimmt drastisch zu. Vor allem die Zahl der Cannabis-Delikte steigt. Kripo-Chef Rogan Liebmann setzt deshalb auf verstärkte Kontrollen. Sucht-Experten warnen vor Legalisierung von Mariuahana.

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Das Kiffen wird in der Hansestadt mehr und mehr zum Problem: Die Zahl der Drogen-Verstöße im Zusammenhang mit Cannabis hat um 83 Prozent zugenommen (nachgestellte Szene).

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Die Hansestadt hat ein Drogen-Problem - ein zunehmendes, sagt Kripo-Chef Rogan Liebmann. „Wir haben leider den Eindruck, dass verbotene Rauschmittel auf dem Vormarsch sind und der Konsum zunimmt.“ Die Polizei reagiert – mit verstärkten Kontrollen. Und sie kann erste Erfolge vermelden: In den vergangenen Wochen ließen Ermittler gleich zwei große Drogenringe hochgehen.

Bereits war die Zahl der Rauschgift-Delikte in der Hansestadt sprunghaft angestiegen: Die Polizei musste in 809 Fällen ermitteln - ein Plus von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem der zunehmende Cannabis-Konsum bereitet den Ermittlern Sorge: Die Zahl der Delikte in diesem Bereich stieg sogar um mehr als 80 Prozent. Eine mögliche Erklärung: Die anhaltenden Debatten über eine mögliche Legalisierung von Cannabis hätten bei vielen Konsumenten zu einem „fehlenden Unrechtsbewusstsein“ geführt, sagt der Kripo-Chef.

Auch die Suchtexperten im Rostocker Gesundheitsamt warnen vor der Entwicklung: „Wir haben bei einer Veranstaltung eine kleine Umfrage zum Thema ,Kiffen' gemacht. Das Ergebnis war erschreckend: Jeder Fünfte hatte die Droge ausprobiert. Cannabis ist in der Kultur angekommen“, so Dr. Antje Wrociszewski, Suchtkoordinatorin der Hansestadt.

Andreas Meyer

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