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Diebe vernichten Spuren: Tresor und Pickup ausgebrannt

KÜHLUNGSBORN/RERIK Diebe vernichten Spuren: Tresor und Pickup ausgebrannt

Einbrecher richten in Rerik und Kühlungsborn große Schäden an / Touristinformation mit Feuerlöscher verwüstet

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Am Waldweg zwischen Alt Karin und Rosenhagen wurde der gestohlene Pickup samt Tresor ausgebrannt aufgefunden.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kühlungsborn/Rerik. Mit brachialer Gewalt und rücksichtslos sind unbekannte Täter in den Ostseebädern Kühlungsborn und Rerik vorgegangen und hinterließen an den Tatorten sowie an anderer Stelle Spuren der Verwüstung. So drangen Diebe in der Nacht zum Pfingstmontag in die Reriker Kurverwaltung ein, brachen im Lagerraum den Tresor auf und entwendeten mehrere Tausend Euro Bargeld. „Wir hatten geöffnet und großen Publikumsverkehr. Die Täter haben wohl damit gerechnet, dass etwas zu holen ist“, argwöhnte Jutta Sambarth von der Kurverwaltung.

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Einbrecher richten in Rerik und Kühlungsborn große Schäden an / Touristinformation mit Feuerlöscher verwüstet

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Entsetzt war sie jedoch nicht nur über den Diebstahl. Folgenschwerer ist der Schaden, den die Täter anrichteten. Offensichtlich um eigene Spuren unbrauchbar zu machen, haben diese in der Kurverwaltung großflächig Pulver aus einem Feuerlöscher verstreut. „Unter diesen Bedingungen können wir hier nicht arbeiten und ziehen erst einmal um ins Rathaus“, erklärte Jutta Sambarth. „Bevor hier wieder gearbeitet werden kann, muss erst alles gründlich gereinigt werden, eine Woche dauert das mindestens“, betonte Mathias Polkow, Einsatzleiter der SVT Brandsanierung aus Rostock. „Einen Pulverschaden von diesem Ausmaß habe ich bisher noch nicht gesehen.“ Noch heute im Laufe des Tages, so hoffen Sambarth und ihre Kollegin, könnte die provisorische Touristinformation im Rathaus wieder öffnen. Dennoch wollen sie die großen Vermieter in Rerik darum bitten, die Gäste so gut wie möglich selbst zu betreuen: „Das trifft vor allem für die Abrechnung der Kurtaxe zu. Die Urlauber müssen zum Bezahlen der Kurtaxe also nicht in die Kurverwaltung kommen.“

Auf einen großen Teil der zahlreichen Prospekte und Broschüren, die sonst im Kundenraum der Kurverwaltung ausliegen, werden die Urlauber zunächst verzichten müssen. Durch den Pulvereinsatz, vor allem im Lagerraum, sind Tausende Exemplare an Prospekten unbrauchbar geworden, ebenso ein Teil der Technik. „Den Gesamtschaden schätze ich auf über 10000 Euro. Wir sind zwar gegen Einbruchschäden versichert. Aber dennoch ist es ärgerlich. Dieser Einbruch erinnert mich stark an eine ähnliche Tat vor einigen Wochen in der Amtsverwaltung in Neubukow“, sagt Reriks Bürgermeister Wolfgang Gulbis.

Froh ist das Stadtoberhaupt darüber, dass ein Einbruch der vermutlich selben Täter in der Nacht im Rathaus keinen größeren Schaden anrichtete.

Folgenschwer verlief jedoch ein Einbruch, von dem in der Nacht zu gestern das Kühlungsborner Restaurant „Vielmeer“ getroffen wurde. Dort haben unbekannte Täter einen 200 Kilogramm schweren Panzerschrank im Büro aus der Verankerung in der Wand gerissen und dann mit einem gestohlenen Pickup abtransportiert, der ebenfalls zum Restaurant gehört. Außerdem stahlen die Täter zeitgleich vom selben Eigentümer einen Audi A3, der ebenfalls in der Nähe abgestellt war. Der Gesamtschaden soll sich nach ersten Erkenntnissen auf rund 100000 Euro belaufen. Der ausgebrannte Pickup wurde dann vormittags auf einem Feld neben einem Waldstück zwischen Alt Karin und Rosenhagen gefunden. Auf der Ladefläche lag der vermutlich gewaltsam geöffnete und ebenfalls ausgebrannte Panzerschrank.

„Bei der Tatortuntersuchung in Kühlungsborn konnten Spuren gesichert werden“, teilte Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, mit. Dass mehrere Täter am Werk waren, gilt für die Polizei im zweiten Fall als sicher. „Geprüft wird auch, ob in beiden Fällen die selben Täter am Werk waren. Ausgeschlossen wird es zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, erklärte Frahm.

Beim Tresordiebstahl im „Vielmeer“ lässt sich der Tatzeitpunkt enger eingrenzen. „Das muss zwischen halb drei, als die letzten Mitarbeiter das Haus verließen, und halb vier, als der Einbruch bemerkt wurde, passiert sein“, so Inhaber Peter Weide. Er hofft: „Vielleicht hat jemand doch etwas gesehen und kann Hinweise geben.“

Rolf Barkhorn

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