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Diebstähle im Landkreis nehmen zu

Güstrow Diebstähle im Landkreis nehmen zu

Polizei veröffentlicht Kriminalitätsstatistik / Straftaten gehen zurück / Tresordiebstähle noch nicht aufgeklärt

Güstrow. Die Kriminalität im Landkreis Rostock geht weiter zurück. Wie die Polizeiinspektion Güstrow mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 11403 Straftaten verübt — 2012 waren es noch 14 000. Allerdings ist die Anzahl der Diebstähle gestiegen. Häufig sind Fahrräder und Autos betroffen. Das geht aus der polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2015 hervor, die jetzt bekannt wurde. Die Aufklärungsquote im Landkreis Rostock liegt bei 58,7 Prozent.

 

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Friedhofsverwalter Sven Jantzen musste 2015 den Einbruch in die Doberaner Verwaltung melden. Ein Tresor wurde gestohlen.

Quelle: R. Peter
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Gert Frahm, Polizei- sprecher

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Friedhofsverwalter Sven Jantzen musste 2015 den Einbruch in die Doberaner Verwaltung melden. Ein Tresor wurde gestohlen.

Quelle: R. Peter
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Gert Frahm, Polizei- sprecher

Darunter fallen jedoch nicht die Tresordiebstähle, die 2015 für Aufregung sorgten — und auch dieses Jahr wieder die Polizei beschäftigen. Die Diebstähle waren mit Einbrüchen in Firmen und Hotels verbunden, von denen es im vergangenen Jahr 339 Fälle gab. Unter anderem entwendeten Diebe Tresore aus dem Gemeindehaus in Rerik, der Median-Klinik in Heiligendamm, mehreren Hotels in Kühlungsborn sowie der Doberaner Friedhofsverwaltung.

Auch die Einbruchserie in Einfamilienhäuser östlich von Rostock setzt sich noch in diesem Jahr fort. Mehr als 80 Einbrüche wurden bislang unter anderem in Rövershagen und Bentwisch entlang der Bundesstraße 105 gezählt. „Die Ermittlungen hierzu dauern an“, sagt Polizeisprecher Gert Frahm — deshalb seien sie auch noch nicht in die Statistik mit aufgenommen. Im Landkreis Rostock gab es insgesamt 186 Wohnungseinbrüche, davon 75 zur Tageszeit. 24,7 Prozent konnten aufgeklärt werden.

4639 Straftäter hat die Polizei im vergangenen Jahr ermittelt. Der Anteil der Straftaten, die von Tatverdächtigen unter 21 Jahren begangen wurden, liegt bei 16,3 Prozent. Dabei verringerte sich die Anzahl der Tatverdächtigen im Bereich der Jugendkriminalität (Tatverdächtige bis 18 Jahre) um insgesamt 18 Prozent. Hier wurde häufig wegen Diebstahls, Körperverletzung oder Sachbeschädigung ermittelt, teilt Gert Frahm weiter mit. Von den 4693 ermittelten Straftätern sind 464 nicht deutscher Herkunft (2014 waren es 386). Das entspricht einem Anteil von 9,9 Prozent gegenüber 7,5 Prozent im Jahr 2014. Die häufigsten Delikte: Diebstahl und Betrug.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist die Anzahl der Diebstähle im vergangenen Jahr um 8,4 Prozent auf 4517 Fälle angestiegen. Vor allem in und um Güstrow sowie im Küstenbereich westlich von Rostock schlugen die Täter zu. Unter anderem wurden immer wieder Autoaufbrüche im Seeheilbad Heiligendamm und im Ostseebad Kühlungsborn gemeldet. Oftmals wurden hier die Scheiben eingeschlagen und Wertsachen vom Beifahrer- oder Rücksitz gestohlen.

Von al

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