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Dierhagen hat eine neue Rettungswache

Dierhagen Dierhagen hat eine neue Rettungswache

Die Kosten belaufen sich auf rund 940 000 Euro / Feuerwehr stellt sich mit Tag der offenen Tür vor

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Im Rahmen eines Tages der offenen Tür stellte sich am Sonnabend Dierhagens Freiwillige Feuerwehr vor. Für die Musik sorgte der Malchiner Schalmeien e.V.

Quelle: Fotos: Peter Schlag

Dierhagen. Die neue Rettungswache ist am Sonnabend in Dierhagen eingeweiht worden. Die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst sind nun in einem gemeinsamen Komplex untergebracht. Die räumliche Nähe gab’s zwar vorher schon – mit dem neuen Gebäudekomplex verbessern sich aber die Bedingungen für die Rettungskräfte deutlich. Die Räume der Dierhäger Feuerwehr sind komplett saniert worden. Außerdem gibt es nun einen zweistöckigen Anbau für den Rettungsdienst. Ebenfalls eine Verbesserung: Bisher war das Boot für die Wasserrettung abgekoppelt vom Zugfahrzeug untergebracht. Nun stehen Boot und Zugfahrzeug gekoppelt in einer großen Halle. Das sorgt für schnellere Ausrückezeiten.

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Die Kosten belaufen sich auf rund 940 000 Euro / Feuerwehr stellt sich mit Tag der offenen Tür vor

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Standort aufgewertet

Mit Neubau und Komplettsanierung ist für die Rettungskräfte in Dierhagen ein hochwertiger Standort entstanden. Dessen Bedeutung ist groß, weiß man auch im Landratsamt. Der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes hat 2016 einen Mietvertrag über zehn Jahre sowie zwei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren unterzeichnet.

Viel Lob gibt es bei der Einweihung der Rettungswache sowohl für die Investition als auch für das Engagement der Rettungskräfte. „Wir können in Dierhagen froh sein, solch eine gut aufgestellte Feuerwehr zu haben“, betont Bürgermeisterin Christiane Müller. Der stellvertretende Landrat Manfred Gerth nennt eine Zahl, die das Aufkommen der Rettungseinsätze deutlich macht: Rund 1200 Einsätze werden vom Rettungsdienst von Dierhagen aus jährlich gefahren. Das zeige die Bedeutung des Standortes. „Und es ist ein Muss angesichts des Rettungsdienstgesetzes“, fügt er zu der Investition in die neuen Räume hinzu.

Geplant wurden diese vom Architekturbüro Klaus Banghard und Berit Naßutt aus Wustrow. Der Anbau für den Rettungsdienst verfüge über verschiedene Aufenthalts- und Sanitärräume. „Die Feuerwehr brauchte ja auch einen großen Raum für das Wasserrettungsboot“, nennt Klaus Banghard eine der weiteren Vorgaben.

Die Räumlichkeiten seien gut konzipiert, lobt Notfallsanitäter Tomas Braun. So komme man sehr schnell zum Fahrzeug. Besetzt ist die Rettungswache in Zwölf-Stunden-Schichten. Jetzt im Sommer ist die Einsatzzahl besonders hoch. „Aber inzwischen ist ja auf Fischland, Darß und Zingst eigentlich immer Saison“, kommentiert Tomas Braun die große Nachfrage zu Urlaub in der Region.

Die neue Rettungswache ist in weniger als einem Jahr errichtet worden. Rund 940 000 Euro wurden insgesamt – die Sanierung der Feuerwehr inbegriffen – investiert. Und das ohne Fördermittel, hebt Kreiswehrführer Gerd Scharmberg hervor. Im Obergeschoss des Anbaues befinden sich übrigens drei Wohnungen. Deren Vermietung bringt Einnahmen, was dazu beiträgt, dass sich die Investition amortisiert.

„Für Dierhagen finde ich dieses Objekt sehr wichtig. Schließlich kann jeder in die Lage kommen, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zu brauchen“, betont Wehrführer Kay Mittelbach.

Aktuell hat die Dierhäger Feuerwehr 26 aktive Einsatzkräfte plus Ehrenabteilung und Fördermitglieder, sowie zehn Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. 30 bis 40 Einsätze werden pro Jahr absolviert, von der Brandbekämpfung bis zur technischen Hilfeleistung. Ihre Arbeit stellten die Feuerwehrleute am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür vor.

Genutzt wurde der Tag auch, um verdiente Kameraden auszuzeichnen. Dies galt für Gisela Dencker, die die Ehrenspange des Landesfeuerwehrverbandes in Silber erhielt. Und es galt für Norbert Bergemann, der für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet wurde.

Peter Schlag

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