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Entwurzelter Baum reißt Straße auf

Wismar Entwurzelter Baum reißt Straße auf

Sturmtief „Xavier“ hat Fahrbahn nahe des Abzweiges nach Klein Woltersdorf stark beschädigt

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Sturmtief „Xavier“ entwurzelte einen Baum an der L012 zwischen Wismar und Barnekow mit so einer Wucht, dass die halbe Fahrbahn aufgerissen wurde.

Quelle: Fotos: Haike Werfel (2), Sylvia Kartheuser (2), Nicole Buchmann, Feuerwehr, Archiv

Wismar. An der Straße von Wismar nach Barnekow hat Sturmtief „Xavier“ Donnerstagnachmittag einen Baum gefällt – und das so heftig, dass die Wurzeln die Hälfte der Fahrbahn aufgerissen haben. Nun heißt es für Autofahrer auf der Landesstraße 012 in der Nähe der Abzweigung nach Klein Woltersdorf: Geduld mitbringen, denn der Straßenverkehr wird erst einmal mit einer Ampel an der beschädigten Fahrbahn vorbeigeleitet.

OZ-Bild

Sturmtief „Xavier“ hat Fahrbahn nahe des Abzweiges nach Klein Woltersdorf stark beschädigt

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An der Kapitänspromenade und am Turnerweg in Wismar schlugen Bäume in Häuser und in Zurow beschädigten zwei umstürzende Bäume fünf geparkte Autos. Besonders viel Beute fand das Sturmtief an der Wohlenberger Wiek. Dort entwurzelte es sechs dicke und etliche kleinere Bäume sowie einiges an Buschwerk.

„Von 14.30 bis 21 Uhr hatten wir in Wismar 13 Einsätze mit insgesamt 30 Mann“, sagt Einsatzleiter Ronny Bieschke, Chef der Berufsfeuerwehr der Hansestadt. An den Aufräumarbeiten, bei denen umgestürzte Bäume beseitigt sowie Baugerüste und -schilder wieder aufgestellt werden mussten, waren neben der Berufsfeuerwehr die Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Friedenshof beteiligt. Da die Leitstelle in Schwerin überlastet gewesen sei, hätten die Feuerwehren ihre Einsätze schließlich selbst koordiniert, erklärt Ronny Bieschke. „Das hat dann auch gut funktioniert“, sagt er.

Auch Arne Longerich, Fachbereichsleiter im Amt Klützer Winkel, spricht von einer überlasteten Leitstelle. „Wir haben mehrmals versucht, dort anzurufen. Es war immer besetzt.“ Zum Glück hätten sie aber alle Gemeindewehrführer erreicht, „so dass wir uns untereinander verständigen konnten“, sagt Arne Longerich. Alle Feuerwehren von Kalkhorst über Klütz bis Hohenkirchen seien im Einsatz gewesen.

Ein Schwerpunkt war die Wohlenberger Wiek, wo „Xavier“ sechs Bäume entwurzelt hatte. Dabei waren zwei auf die Fahrbahn gestürzt. Die L01 musste wegen der Räumungsarbeiten zeitweilig gesperrt werden.

Doch etwa ab 18 Uhr war sie wieder frei befahrbar. „Das war eine großartige Leistung unserer Feuerwehren“, lobt Arne Longerich und ergänzt: „Und zum Glück wurden keine Menschen verletzt.“

Insgesamt hätten die Wehren im Klützer Winkel 20 bis 25 Einsätze gefahren.

„Bei uns war das ganz merkwürdig. Zurow hat es im Amtsbereich Neukloster-Warin wohl am stärksten getroffen. Dann scheint das Sturmtief abgedreht zu haben“, sagt Gemeindewehrführer Rainer Müller, der auch stellvertretender Amtswehrführer in Neukloster-Warin ist. So seien an der Straße nach Krassow zwar dicke Äste abgebrochen, „aber alle aufs Feld geflogen“. Weniger Glück hatten Fahrzeugbesitzer, die ihre Autos auf dem Parkplatz an der Kirche in Zurow abgestellt hatten. Zwei abgebrochene Bäume fielen auf fünf Autos und beschädigten einige erheblich. Alle Wehren des Amtes waren am Donnerstag im Einsatz.

Sylvia Kartheuser

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