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Ermittlung nach Mahnwache

Greifswald Ermittlung nach Mahnwache

Polizei: Demo zur Europakreuzung war nicht angemeldet

Greifswald. Nach einer Mahnwache am Mittwochabend auf dem Greifswalder Marktplatz mit anschließendem Demonstrationszug zur Europakreuzung hat die Polizei jetzt Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen.

Wie Kriminalrat Michael Kath vom Polizeipräsidium Neubrandenburg informierte, fand vorgestern Abend unter dem Motto „Gegen rechte Gewalt“ eine Mahnwache mit etwa 75 Teilnehmern auf dem Marktplatz statt. Laut eines verteilten Flyers wollten die Teilnehmer „für eine Welt ohne Nazis kämpfen“ und sich solidarisch mit dem Demokratiebahnhof Anklam zeigen. Auf die Einrichtung wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni ein Farb- und Brandanschlag verübt. Personen kamen nicht zu Schaden (die OZ berichtete).

Die Mahnwache war bei der zuständigen Ordnungsbehörde des Landkreises Vorpommern- Greifswald für den Zeitraum 18 bis 19 Uhr angemeldet worden, berichtet Kreissprecher Achim Froitzheim auf OZ-Anfrage.

„Fünf Minuten vor Ende erklärte die veranstaltende Dame die Aktion auch für beendet“, so Froitzheim.

Allerdings habe sich nach der Auflösung dieser Versammlung ein Gros der Teilnehmer – etwa 60 Personen – zu einem Aufzug formiert und dann in Richtung Europakreuzung bewegt, heißt es in der Polizeimeldung. „Teilweise kam dabei der Verkehr in der Bahnhofstraße zum Erliegen“, so Michael Kath. Polizeikräfte hinderten die Teilnehmer um 19.28 Uhr daran, die Europakreuzung zu passieren. Im Anschluss habe sich die unangemeldete Demo aufgelöst. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Gregor Kochhan vom Bündnis „Greifswald für alle“ weilte unter den Teilnehmern der Mahnwache und begleitete den Zug anschließend „nur ein Stück auf dem Heimweg“. Zwar habe er nicht zu den Veranstaltern gehört, doch seines Wissens nach „muss eine Spontandemo wie diese nicht angemeldet werden“. „Genau das wird jetzt im Ermittlungsverfahren zu klären sein“, sagt Kreissprecher Achim Froitzheim. Die Ordnungsbehörde des Kreises habe ein Interesse daran, festzustellen, wer Initiator der unangemeldeten Demo gewesen sei. ph

OZ

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